Pallade Veneta - Putin: Behörden in USA und Russland "in ständigem Kontakt" zu US-Journalist Gershkovich

Putin: Behörden in USA und Russland "in ständigem Kontakt" zu US-Journalist Gershkovich


Putin: Behörden in USA und Russland "in ständigem Kontakt" zu US-Journalist Gershkovich
Putin: Behörden in USA und Russland "in ständigem Kontakt" zu US-Journalist Gershkovich / Foto: Natalia KOLESNIKOVA - AFP/Archiv

Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit Blick auf den in Moskau inhaftierten US-Journalisten Evan Gershkovich von "ständigen Kontakten" zwischen den russischen und US-Behörden gesprochen. "Die zuständigen Stellen in den USA und in Russland stehen in ständigem Kontakt miteinander, aber natürlich werden sie nur auf der Grundlage der Gegenseitigkeit entscheiden", bekräftigte Putin vor Journalisten internationaler Nachrichtenagenturen, darunter AFP, am Mittwoch in St. Petersburg.

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Er wolle keine Details nennen, aber er wisse, dass die US-Behörden, sich "energisch für seine Freilassung einsetzen", sagte Putin. Er verwies darauf, dass die Verhandlungen geheim bleiben sollten.

Der 32-jährige Gershkovich ist seit mehr als einem Jahr im Lefortowo-Gefängnis in Moskau in Haft. Der Reporter der Zeitung "Wall Street Journal" war bei einer Recherchereise in Russland festgenommen worden. Er ist der erste westliche Journalist seit Ende des Kalten Krieges, der in Russland wegen Spionagevorwürfen festgenommen wurde. Gershkovich weist die Vorwürfe zurück, sein Arbeitgeber und die US-Regierung unterstützen ihn.

Moskau hat lediglich erklärt, der Journalist sei in der Stadt Jekaterinburg im März vergangenen Jahres "auf frischer Tat ertappt" worden. Russland hatte bereits bestätigt, dass es Gespräche über einen Gefangenenaustausch mit den USA gibt. Washington wirft Moskau vor, US-Staatsbürger zu verhaften, um sie als Faustpfand zur Freilassung von Russen im Ausland zu benutzen.

Putin hatte sich in der Vergangenheit bereits interessiert gezeigt, den US-Journalisten gegen den wegen des sogenannten Tiergarten-Mordes in Berlin verurteilten Vadim Krasikow auszutauschen. Der Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny dürfte die Verhandlungen wieder erschweren, denn dieser hätte auch Teil des Gefangenenaustausches sein sollen, wie kurz nach seinem Tod bekannt geworden war.

J.Lubrano--PV

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