Pallade Veneta - Vor Europawahl: Scholz verteidigt Ausbau der Elektromobilität

Vor Europawahl: Scholz verteidigt Ausbau der Elektromobilität


Vor Europawahl: Scholz verteidigt Ausbau der Elektromobilität
Vor Europawahl: Scholz verteidigt Ausbau der Elektromobilität / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Einen Tag vor der Europawahl hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den klimafreundlichen Umbau der Automobilbranche verteidigt. "Wir stehen zu dem Ausbau der Elektromobilität", sagte er am Samstag in Rüsselsheim zum 125-jährigen Bestehen des Autobauers Opel. Wer das jetzt zurückdrehen wolle, "der gefährdet nicht nur alles bereits Erreichte, der gefährdet auch unseren zukünftigen Erfolg, unseren zukünftigen Wohlstand als Industrienation".

Textgröße ändern:

Gerade jetzt investierten Unternehmen wie Opel und viele andere in die Elektromobilität, betonte Scholz. Gerade jetzt wachse die Modellvielfalt, auch preisgünstige Modelle kämen hinzu. Zudem entstünde überall eine neue Lade-Infrastruktur. Der Kanzler nannte in diesem Zusammenhang ein Gesetzesvorhaben, welches bis Ende 2027 für Schnellladesäulen an allen großen Tankstellen in Deutschland sorge. "Und deshalb kommt es gerade jetzt darauf an, dass wir diesen Weg weitergehen."

In der Europäischen Union sollen ab 2035 keine neuen Pkw mit Verbrennermotor mehr zugelassen werden. Ob das Aus tatsächlich so kommt wie geplant, entscheidet sich allerdings erst in den kommenden Jahren. Vor allem die rechten Parteien lehnen das Verbrenner-Aus ab.

Auch zum Welthandel äußerte sich Scholz beim Opel-Jubiläum: "Wir verschließen unsere Märkte nicht gegenüber ausländischen Unternehmen. Denn das wollen wir umgekehrt für unsere Unternehmen ja auch nicht." Und was China angehe, sei die deutsche Automobilindustrie gerade dort auch sehr aktiv.

Die EU-Kommission hatte Ende 2023 eine Wettbewerbsuntersuchung gegen China wegen mutmaßlich illegaler Subventionen für Elektroautos eingeleitet. Sollte diese ergeben, dass Peking gegen internationales Handelsrecht verstößt, könnte Brüssel Strafzölle auf chinesische Fahrzeuge erheben. Der Kanzler hatte sich dazu bereits wiederholt klar ablehnend geäußert: Einen "Handelskrieg" zu riskieren, sei nicht im Interesse von Industrieländern wie Deutschland.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Trump will Militärübungen mit Südkorea "wesentlich" verringern

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea "wesentlich" zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.

Lula und Flavio Bolsonaro umwerben bei Wahlkampfauftakt Brasiliens weibliche Wählerschaft

Brasiliens Staatschef Inácio Lula da Silva und sein rechtsgerichteter Herausforderer Flavio Bolsonaro haben zum offiziellen Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs insbesondere die weibliche Wählerschaft im Land umworben. Der 80-jährige Lula, der bei der Wahl am 4. Oktober um eine vierte Amtszeit kämpft, trat am Sonntag in einem Stadion in São Bernardo do Campo im Bundesstaat São Paulo auf. Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 40.000 Menschen.

19 Tote und Dutzende Verletzte bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei gegenseitigen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Russland und der Ukraine 19 Menschen getötet worden. Die ukrainischen Behörden meldeten am Sonntag zudem Schäden an einem der größten Stahlwerke des Landes. Die ukrainische Armee griff derweil Moskau mit hunderten Drohnen an, der Moskauer Regionalgouverneur Andrej Worobjow sprach von "einem der massivsten Drohnenangriffe in jüngster Zeit". Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurden landesweit 822 ukrainische Drohnen abgefangen.

Zehntausende fordern Untersuchung von Gründen für Tod von Cambridge-Professor Arday

Nach dem Tod des britischen Cambridge-Professors Jason Arday nach einer mutmaßlichen Mobbing-Kampagne gegen ihn haben mehr als 31.000 Menschen eine Petition für eine staatliche Untersuchung des Falls unterzeichnet. Dem von der Organisation Good Law Project initiierten Appell an den britischen Premierminister Andy Burnham schlossen sich auch mehrere Abgeordnete an.

Textgröße ändern: