Pallade Veneta - Nach mutmaßlichen Wahlwetten durch Konservative in Großbritannien: Forderungen nach Untersuchung

Nach mutmaßlichen Wahlwetten durch Konservative in Großbritannien: Forderungen nach Untersuchung


Nach mutmaßlichen Wahlwetten durch Konservative in Großbritannien: Forderungen nach Untersuchung
Nach mutmaßlichen Wahlwetten durch Konservative in Großbritannien: Forderungen nach Untersuchung / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP

In Großbritannien werden Forderungen nach einer Untersuchung von mutmaßlich betrügerischen Wetten auf den Zeitpunkt der von Premierminister Rishi Sunak überraschend für Anfang Juli angekündigten Parlamentswahl laut. Ein mit dem Personenschutz des Regierungschefs beauftragter Polizist und eine Kandidatin von Sunaks konservativer Partei wurden am Mittwochabend als weitere Verdachtsfälle bekannt.

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In der vergangenen Woche hatte die Glücksspielkommission des Landes sich bereits mit Vorwürfen befasst, dass ein konservativer Kandidat und Berater Sunaks darauf gewettet hatte, wann die Wahl stattfinden würde.

Sunak hatte vor rund einem Monat angekündigt, dass die britische Parlamentswahl am 4. Juli abgehalten werde. Damit überraschte er seine eigene Partei, da der Premier noch sechs Monate Zeit für das Ausrufen des Urnengangs gehabt hätte. Es wird erwartet, dass die konservativen Tories nach 14 Jahren die Macht verlieren - Umfragen sehen die oppositionelle Labour-Partei durchgehend mit großem Vorsprung vor Sunaks Partei.

Die Londonder Metropolitan Police gab nun bekannt, dass die Glücksspielkommission ihr mitgeteilt habe, dass wegen mutmaßlicher Wetten auf das Datum der Wahl gegen einen für Sunaks Personenschutzeinheit arbeitenden Beamten ermittelt werde. Der Mann sei nicht mehr im Einsatz.

Der Polizist wurde wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen, ist aber inzwischen wieder auf Kaution freigelassen worden. Sein Fall wurde offiziellen Angaben zufolge einer unabhängigen Stelle für polizeiliches Fehlverhalten übergeben.

Zudem berichtete der Sender BBC am Mittwochabend, dass eine zweite konservative Kandidatin nun ebenfalls im Fokus von Ermittlungen bezüglich einer mutmaßlichen Wette auf den Wahlzeitpunkt stünde. Dabei handele es sich um Laura Saunders, die mit dem Wahlkampfchef der Tories verheiratet sei, gab die BBC an. Die Partei bestätigte dem Sender, dass die Kommission sie bezüglich einer "kleinen Anzahl von Personen" kontaktiert habe, machte aber keine weiteren Angaben.

Er könne die Vorgänge nicht kommentieren, zitierte die BBC Wohnungsbauminister Michael Gove. Aber im Allgemeinen sei es "verwerflich", Insider-Informationen für Wetten zu nutzen.

Die Vize-Chefin der kleineren Oppositionspartei der Liberaldemokraten, Daisy Cooper, forderte Sunak auf, eine Untersuchung anzuordnen. "Das klingt nach noch mehr Filz. Eine Untersuchung ist notwendig, um herauszufinden, wer was und wann wusste", sagte sie.

C.Conti--PV

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