Pallade Veneta - Boeing verbucht im ersten Quartal Minus von 1,2 Milliarden Dollar

Boeing verbucht im ersten Quartal Minus von 1,2 Milliarden Dollar


Boeing verbucht im ersten Quartal Minus von 1,2 Milliarden Dollar
Boeing verbucht im ersten Quartal Minus von 1,2 Milliarden Dollar / Foto: Giuseppe CACACE - AFP/Archiv

Der Ukraine-Krieg, Probleme beim Langstreckenflieger 777X und höhere Kosten beim Bau der neuen Präsidentenmaschine Air Force One haben dem US-Flugzeugbauer Boeing einen Milliardenverlust beschert. Der Konzern gab am Mittwoch für das erste Quartal des Jahres einen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) bekannt. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent auf 14 Milliarden Dollar zurück. Als Reaktion auf die schlechten Zahlen brach an der Wall Street der Kurs der Boeing-Aktie ein.

Textgröße ändern:

Boeing musste unter anderem den geplanten Beginn der ersten Auslieferungen der 777X auf 2025 verschieben. Ursprünglich hätten die ersten Maschinen dieses Typs schon 2020 ausgeliefert werden sollten, zuletzt visierte Boeing Ende 2023 an. Als Grund für die erneute Verschiebung nannte der Flugzeugbauer eine neue Einschätzung zu der Zeit, die nötig sei, um die Anforderungen an eine Zertifizierung zu erfüllen. Die Verzögerung führt zu zusätzlichen Kosten von 1,5 Milliarden Dollar.

Im ersten Quartal des Jahres wurden zudem Mehrkosten von 660 Millionen Dollar für den Bau der neuen Air Force One verbucht. Boeing begründete dies mit höheren Zuliefererkosten, höheren Kosten beim Erreichen der technischen Anforderungen sowie Terminverzögerungen. Boeing baut derzeit zwei Flugzeuge für den US-Präsidenten.

Kosten in Höhe von 212 Millionen Dollar fielen im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an. Russland hat wegen des Kriegs Dienstleistungen an russische Kunden eingestellt.

Anleger reagierten enttäuscht auf die schlechten Quartalszahlen. Der Kurs der Boeing-Aktie brach am Mittwoch vorübergehend um mehr als zehn Prozent ein.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Wirtschaftsministerin Reiche offen für mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat das Votum des Bundestages für neue Regeln bei der Preisgestaltung an Tankstellen begrüßt, zugleich aber auch auf die mögliche Notwendigkeit weiterer Maßnahmen verwiesen. Es könne sein, dass das Spritpreispaket bei Fortdauern der Krise "nicht ausreichen wird", sagte Reiche am Donnerstag in Berlin. Sie sei deshalb "sehr offen dafür, nachzudenken, ob wir die Pendlerpauschale temporär erhöhen".

Klagen von russischen Geschäftsleuten gegen Sanktionen scheitern vor EuGH

Fünf in Russland tätige Geschäftsleute sind mit Klagen gegen Sanktionen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg bestätigte am Donnerstag das Einfrieren von Geldern. Bei den Klägern handelt es sich um Männer, die in Wirtschaftszweigen wie Finanzen oder Chemie arbeiten, welche für die Regierung eine wichtige Einnahmequelle sind. (Az. C-696/23 P u.a.)

Nur eine Erhöhung am Tag: Bundestag bringt neue Regeln für Tankstellen auf den Weg

Vor dem Hintergrund der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Spritpreise hat der Bundestag am Donnerstag einen Gesetzesentwurf der Koalitionsfraktionen verabschiedet, der die Möglichkeiten für Preiserhöhungen an den Tankstellen künftig deutlich einschränken soll. Für das sogenannte Kraftstoffmaßnahmenpaket, demzufolge Tankstellen die Spritpreise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen, stimmten die Koalitionsfraktionen von Union und SPD sowie die Grünen; die AfD- und die Linksfraktion votierten dagegen.

Ministerpräsidenten drängen auf schärfere Maßnahmen gegen hohe Spritpreise

Angesichts stark gestiegener Energiekreise durch den Irankrieg drängen die Regierungschefs mehrerer Bundesländer auf schnelle Entlastungen für Verbraucher und schärfere kartellrechtliche Maßnahmen. Die von der Bundesregierung bisher geplanten Schritte reichten nicht aus, sagten Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sowie Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Beide forderten die Bundesregierung unter anderem zu Abgabensenkungen auf.

Textgröße ändern: