Pallade Veneta - SPD-Bundestagsabgeordneter Diaby verzichtet auf neuerliche Kandidatur

SPD-Bundestagsabgeordneter Diaby verzichtet auf neuerliche Kandidatur


SPD-Bundestagsabgeordneter Diaby verzichtet auf neuerliche Kandidatur
SPD-Bundestagsabgeordneter Diaby verzichtet auf neuerliche Kandidatur / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der hallesche SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby will bei der Wahl im kommenden Jahr nicht erneut antreten. Das kündigte er am Dienstag in einem Schreiben an die Parteibasis an, aus dem die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" zitierte. Sein Verzicht habe keine politischen Gründe, schrieb der Sozialdemokrat. Nach drei Legislaturperioden sei es für ihn "an der Zeit, neue Wege zu gehen und Platz für die nächste politische Generation zu machen".

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Diaby stammt aus dem Senegal und kam durch ein Studium in Halle in die DDR. 2013 war er der erste gebürtige Afrikaner, der ein Bundestagsmandat erringen konnte. Bei der Wahl 2021 führte er die SPD-Landesliste Sachsen-Anhalt als Spitzenkandidat an.

Immer wieder war Diaby rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. 2020 wurden auf sein Wahlkreisbüro Schüsse abgegeben, der Politiker erhielt eine schriftliche Morddrohung. 2023 verübte ein Mann, der Diaby mehrfach rassistisch beleidigt hatte, einen Brandanschlag auf das Wahlkreisbüro.

Sachsen-Anhalts SPD-Landesgruppensprecher Martin Kröber sagte der "Mitteldeutschen Zeitung": "Ich bedaure die Entscheidung sehr, kann sie aber angesichts der Bedrohungen nachvollziehen. Der Preis, den Karamba Diaby für seine politische Arbeit gezahlt hat, war sehr hoch."

Diaby selbst zog eine positive Bilanz seiner Abgeordnetentätigkeit. "Ich blicke auf elf bereichernde und erfolgreiche Jahre in der Bundespolitik zurück", zitierte die Zeitung aus seinem Brief. Dennoch sei er "nach monatelanger Überlegung und Abwägung - in Abstimmung mit meiner Familie - zu dem Entschluss gekommen, nicht erneut für den Bundestag zu kandidieren".

T.Galgano--PV

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