Pallade Veneta - Britischer Ex-Premier Johnson springt Sunak im Endspurt des Wahlkampfs zur Seite

Britischer Ex-Premier Johnson springt Sunak im Endspurt des Wahlkampfs zur Seite


Britischer Ex-Premier Johnson springt Sunak im Endspurt des Wahlkampfs zur Seite
Britischer Ex-Premier Johnson springt Sunak im Endspurt des Wahlkampfs zur Seite / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Im Endspurt seines Wahlkampfs bei der Parlamentswahl in Großbritannien hat der konservative Regierungschef Rishi Sunak Unterstützung von einem prominenten Amtsvorgänger erhalten. Brexit-Befürworter Boris Johnson trat am Dienstagabend überraschend bei einer Versammlung der Tories in London auf und forderte die Partei auf, die prognostizierte Wahlniederlage nicht als "ausgemachte Sache" zu betrachten. "Ich weiß, dass es das nicht ist", betonte der ehemalige Regierungschef, der 2022 nach mehreren Skandalen abgesetzt worden war.

Textgröße ändern:

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, werde versuchen, "die am stärksten linksgerichtete Labour-Regierung" seit dem Zweiten Weltkrieg auf den Weg zu bringen, sagte Johnson.

Der Labour-Partei war unmittelbar vor Johnsons Intervention in einer Umfrage ein Erdrutschsieg über die Tories prognostiziert worden, der sogar das Ergebnis aus dem Jahr 1997 unter Tony Blair noch übertreffen werde. Demnach könnte die Partei bei der Wahl am Donnerstag 484 der insgesamt 650 Sitze im Londoner Unterhaus erhalten.

Labour lag in den vergangenen zwei Jahren in den Umfragen konstant mit 20 Punkten vor den regierenden Tories. Oppositionsführer Starmer ist das Amt des künftigen Premiers so gut wie sicher.

Johnson, der den Tories bei der letzten Parlamentswahl 2019 eine Mehrheit von 80 Sitzen verschafft hatte, war im Wahlkampf auffällig abwesend. Sein ehemaliger Finanzminister Sunak gehörte zu mehreren Ministern, die aus Protest gegen Johnsons Skandale ihr Amt niedergelegt und diesen zum Rücktritt gezwungen hatten.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an

Kriege und bewaffnete Konflikte treiben den weltweiten Hunger massiv an und bedrohen jahrzehntelange Fortschritte. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Welthunger-Index (WHI) der Deutschen Welthungerhilfe hervorgeht, hat sich die globale Ernährungslage seit 2018 deutlich verschlechtert: Aktuell sind rund 645 Millionen Menschen von Unterernährung betroffen. Die Organisation fordert deshalb, die Ernährungssicherheit künftig enger mit der internationalen Sicherheitspolitik zu verbinden.

Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird an diesem Mittwoch zu einem Besuch in Großbritannien erwartet. Premierminister Andy Burnham werde Selenskyj am Regierungssitz in der Londoner Downing Street empfangen, um die "felsenfeste Unterstützung" Großbritanniens für die Ukraine zu bekräftigen, teilte die britische Regierung in der Nacht mit. Konkret soll es unter anderem um die beschleunigte Lieferung wichtiger Luftabwehrraketen gehen. Dies sei Teil "dringender Unterstützung in den kommenden Wochen", erklärte Burnhams Regierung.

Trump-Pläne durchkreuzt: US-Richterin stoppt Baumfällungen auf Golfplatz bis 26. Oktober

Nach der Fällung hunderter Bäume hat eine US-Bundesrichterin weitere Abholzungen auf einem Golfplatz in Washington bis zum 26. Oktober untersagt - und damit Pläne von Präsident Donald Trump zur Umgestaltung der US-Hauptstadt durchkreuzt. Richterin Ana Reyes traf ihre Entscheidung am Dienstag nach einer Dringlichkeitsanhörung. Sie warf der US-Regierung vor, erst am späten Freitagnachmittag und damit einen Tag vor den Fällungen über die Pläne informiert zu haben.

Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens

Spaniens König Felipe VI. hat die von Marokko beanspruchten Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika bei einem Besuch als "unveräußerlichen Teil" Spaniens bezeichnet. "Die Souveränität und territoriale Integrität unseres Landes sind nicht verhandelbar", sagte Felipe am Dienstag in Ceuta rund zweieinhalb Monate nach dem Ansturm von Migranten auf Ceuta.

Textgröße ändern: