Pallade Veneta - Umfrage: AfD in Thüringen weiter stärkste Partei – CDU und BSW fast gleichauf

Umfrage: AfD in Thüringen weiter stärkste Partei – CDU und BSW fast gleichauf


Umfrage: AfD in Thüringen weiter stärkste Partei – CDU und BSW fast gleichauf
Umfrage: AfD in Thüringen weiter stärkste Partei – CDU und BSW fast gleichauf / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Gut drei Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen liegt die AfD in einer neuen Umfrage weiter vorn. Nach dem am Freitag veröffentichten ZDF-"Politbarometer extra" würde die AfD in dem Freistaat mit 30 Prozent stärkste Partei, gefolgt von der CDU mit 21 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das erstmals antritt, käme auf 19 Prozent.

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Die Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow, die vor fünf Jahren noch stärkste Kraft geworden war, käme der Umfrage zufolge aktuell nur noch auf 15 Prozent und würde ihren Wert damit halbieren. Die SPD könnte sieben Prozent erreichen, die Grünen würden mit drei Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen. Die Linke regiert derzeit mit SPD und Grünen in einer Minderheitsregierung, also ohne parlamentarische Mehrheit.

In Thüringen wird zeitgleich mit Sachsen am 1. September gewählt. Nach der Umfrage würde es in Thüringen aktuell für eine Koalition aus CDU, BSW und SPD knapp reichen. Auch Bündnisse aus CDU, BSW und Linkspartei sowie aus AfD und CDU oder AfD und BSW hätten rein rechnerisch eine Mehrheit. Allerdings schließt die CDU eine Zusammenarbeit mit Linken und AfD aus, auch das BSW lehnt ein Bündnis mit der AfD ab.

Ungeachtet der schlechten Umfragewerte für die Linkspartei liegt deren Ministerpräsident Ramelow im direkten Vergleich vorn. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Thüringer würden Ramelow Björn Höcke, dem Vorsitzenden der vom Thüringer Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextrem eingestuften AfD, als Regierungschef vorziehen - nur 18 Prozent favorisieren in diesem Fall Höcke.

Müssten sich die Wähler zwischen Ramelow und CDU-Herausforderer Mario Voigt entscheiden, käme der Amtsinhaber auf 47 Prozent und Voigt auf 30 Prozent. Im direkten Vergleich zwischen Voigt und Höcke wiederum hätte der CDU-Kandidat mit 65 Prozent einen deutlichen Vorsprung vor dem AfD-Rechtsaußen mit 16 Prozent.

Weniger klar fällt hingegen die Präferenz für die künftige führende Regierungspartei in Thüringen aus: Während 36 Prozent die CDU favorisieren, setzen 26 Prozent weiterhin auf die Linke, 14 Prozent wollen die AfD in der Staatskanzlei und zwölf Prozent das BSW.

Zugleich befürwortet jeder Vierte eine Beteiligung der AfD an der nächsten Landesregierung (25 Prozent), 63 Prozent lehnten dies ab, acht Prozent ist es egal. Eine Regierungsbeteiligung des BSW kann sich hingegen fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) vorstellen.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das ZDF vom 5. bis 8. August 1015 Wahlberechtigte in Thüringen.

O.Mucciarone--PV

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