Pallade Veneta - Rheinmetall-Chef offen für staatliche Beteiligung an Rüstungskonzern

Rheinmetall-Chef offen für staatliche Beteiligung an Rüstungskonzern


Rheinmetall-Chef offen für staatliche Beteiligung an Rüstungskonzern
Rheinmetall-Chef offen für staatliche Beteiligung an Rüstungskonzern / Foto: Axel Heimken - AFP/Archiv

Der Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, zeigt sich offen für eine mögliche staatliche Beteiligung an dem Unternehmen. "Warum nicht?", sagte Papperger den Sendern RTL und ntv. Er reagierte damit auf diesbezügliche Medienberichte, zuerst im Düsseldorfer "Handelsblatt".

Textgröße ändern:

Diese Berichte beziehen sich auf die von der Regierung geplante Sicherheits- und Verteidigungsstrategie, die demnach einen Staatseinstieg bei deutschen Rüstungskonzernen vorsieht, um diese zu stärken. Über einen Entwurf der Strategie wird derzeit regierungsintern beraten. Die offizielle Ressortabstimmung steht demnach aber noch aus.

"Die aktualisierte Fassung des Strategiepapiers zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie wird derzeit durch die Ressorts der Bundesregierung erarbeitet", erklärte dazu das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage. "Dieser Prozess läuft noch". Zu inhaltlichen Details könnten daher noch keine Auskünfte gegeben werden, auch nicht zum Termin für eine Kabinettsbefassung.

"Auch der Bundeskanzler kann Rheinmetall-Aktien kaufen", sagte Papperger zu einer möglichen staatlichen Beteiligung. Er persönlich würde sich darüber freuen, denn "das ist bestimmt stabilisierend für den Kurs". Mit Blick auf die Berichte über russische Anschlagspläne gegen ihn äußerte sich der Unternehmenschef gelassen. "Ich habe tolle Personenschützer", sagte er RTL und ntv.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Bas-Rücktritt erschüttert die SPD - Parteitag soll gesamte Führung neu wählen

Der Rücktritt von Bärbel Bas erschüttert die SPD: Die 58-Jährige nannte am Montag persönliche Gründe, aber auch Angriffe "aus den Reihen des Koalitionspartners" als Auslöser für ihren überraschenden Rückzug als SPD-Ko-Chefin und Arbeitsministerin. Auf einem SPD-Parteitag "um den Jahreswechsel" soll nach Angaben von Ko-Parteichef Lars Klingbeil die gesamte Parteiführung neu gewählt werden. Bas' Nachfolger im Kabinett wird Alexander Schweitzer.

Verfassungsschutz sieht "langfristig angelegten" Angriff Russlands gegen Deutschland

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnet mit einer Fortsetzung verdeckter Angriffe und Destabilisierungsaktionen Russlands gegen Deutschland und andere europäische Staaten. Diese nähmen "an Intensität, Tempo und Reichweite zu", erklärte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen am Montag in Berlin. "Treibende Kraft dahinter ist maßgeblich Russland." Selen betonte, dies sei "keine vorübergehende Entwicklung, sondern ein langfristig angelegter hybrider Angriff." Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) drängte auf eine rasche Stärkung der Befugnisse der deutschen Nachrichtendienste.

Merz nach Wahl von AfD-Landtagspräsident: Unterstützer haben "in CDU keinen Platz"

CDU-Chef Friedrich Merz hat die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch mit Stimmen aus anderen Parteien scharf kritisiert. "Das, was in Magdeburg geschehen ist, lässt uns nicht ruhen", sagte Merz am Montag in Berlin. "Das ist ein beispielloser Vorgang." Abgeordnete, "die die Hand reichen für eine solche Wahl", hätten "in der CDU keinen Platz".

Merz verlangt von SPD Ende der Gespräche mit Linken in Berlin über Regierung

CDU-Chef Friedrich Merz hat von der SPD verlangt, die Gespräche mit der Linkspartei in Berlin über eine mögliche Regierungsbildung umgehend zu beenden. Die Ereignisse seien ein "beispielloser Vorgang", sagte Merz am Montag in Berlin. "Was uns alle zutiefst besorgt, ist der weit verbreitete Antisemitismus in dieser Partei", fügte er mit Blick auf die Linke hinzu.

Textgröße ändern: