Pallade Veneta - Hessische AfD-Fraktion scheitert mit zwei Anträgen vor Landesverfassungsgericht

Hessische AfD-Fraktion scheitert mit zwei Anträgen vor Landesverfassungsgericht


Hessische AfD-Fraktion scheitert mit zwei Anträgen vor Landesverfassungsgericht
Hessische AfD-Fraktion scheitert mit zwei Anträgen vor Landesverfassungsgericht / Foto: SILAS STEIN - AFP/Archiv

Die hessische AfD-Fraktion ist mit zwei Anträgen zum Umgang der hessischen Landesregierung mit Gesetzentwürfen vor dem Landesverfassungsgericht gescheitert. Diese seien unzulässig, teilte der hessische Staatsgerichtshof am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Fraktion hätte konkretere Anträge stellen müssen. Eine allgemeine Handlung der Landesregierung könne nicht angegriffen werden.

Textgröße ändern:

Die AfD-Fraktion hatte sich gerichtlich gegen die teilweise geübte Praxis der Landesregierung gewandt, Gesetzesentwürfe bei der Ministerialverwaltung ausarbeiten zu lassen und diese ohne Kostenerstattung den Regierungsfraktionen zur eigenen Nutzung zu überlassen. Die Fraktion monierte, dies verstoße das gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Fraktionen und den Grundsatz der Organtreue.

Sie forderte, diese Praxis als verfassungswidrig feststellen und verbieten zu lassen. Der Staatsgerichtshof wies den Antrag zurück, weil nur eine konkrete Maßnahme oder Unterlassung vor dem Verfassungsgericht verhandelt werden könne. Eine abstrakte Rechtsfrage könne nicht per Verfassungsstreit beantwortet werden.

Das Gericht wies auch den zweiten Antrag der AfD-Fraktion zurück, in dem sie der Landesregierung den derzeitigen Umgang mit in der Ministerialverwaltung ausgearbeiteten Gesetzesentwürfen verbieten lassen wollte. Der Staatsgerichtshof könne nur feststellen, hieß es. Das Verbot sei ein unzulässiges Rechtsschutzziel.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Trump kündigt Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen an

US-Präsident Donald Trump hat Zölle von bis zu hundert Prozent auf Drohnen und ihre Bestandteile verhängt. Er unterzeichnete am Donnerstag eine entsprechende Anordnung, mit der die Abhängigkeit von Importen in der von China dominierten Branche verringert werden soll. Das Weiße Haus begründete die Maßnahme mit der nationalen Sicherheit.

Emirate melden iranische Angriffe auf zwei Schiffe in Straße von Hormus

Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Diese gehörten dem staatlichen Ölkonzern Adnoc, erklärte am Donnerstagabend das Außenministerium in Abu Dhabi. Bei dem "feindlichen iranischen Angriff" sei niemand verletzt worden.

Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters

In Kanada stößt eine Petition auf rege Zustimmung, wonach die Regierung US-Botschafter Pete Hoekstra zur unerwünschten Person erklären und ausweisen soll. Bislang unterzeichneten mehr als 116.000 Menschen das Bürgerbegehren, das noch bis zum 18. November läuft, hieß es am Donnerstag auf der Website des kanadischen Parlaments. Hoekstra ist ein unermüdlicher Verteidiger von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt damnit gedroht hat, Kanada den USA einzuverleiben und das Nachbarland mit Zöllen zu überziehen.

Raúl Castro zeigt sich bei Gedenken an Bruder Fidel erstmals seit Monaten öffentlich

Kubas früherer Staatschef Raúl Castro hat sich erstmals seit mehreren Monaten wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, nahm der 95-Jährige am Donnerstag in der Hauptstadt Havanna an einer Veranstaltung zum 100. Geburtstag seines 2016 gestorbenen Bruders und Revolutionsführers Fidel Castro teil.

Textgröße ändern: