Pallade Veneta - BSW-Politikerin Wolf sieht Thüringer Wahlergebnis als Chance für "Neustart"

BSW-Politikerin Wolf sieht Thüringer Wahlergebnis als Chance für "Neustart"


BSW-Politikerin Wolf sieht Thüringer Wahlergebnis als Chance für "Neustart"
BSW-Politikerin Wolf sieht Thüringer Wahlergebnis als Chance für "Neustart" / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Die Spitzenkandidatin des BSW in Thüringen, Katja Wolf, sieht im Ergebnis der Landtagswahl eine Gelegenheit für einen politischen Neustart. "Wir müssen es schaffen, dass man wieder davon geprägt ist, dass Politik gemeinsam für Thüringen ringt und nicht in ideologischen Grabenkämpfen verharrt, wie das in den letzten fünf Jahren der Fall war", sagte Wolf am Montag im Deutschlandfunk. "Da bietet auch das Wahlergebnis durchaus eine Chance."

Textgröße ändern:

Es komme nun darauf an, "dass es eine neue politische Kultur und einen Neustart in Thüringen gibt", unterstrich Wolf. Es gebe "unglaubliche Verwerfungen und unglaubliche Gräben" in dem Bundesland.

Bei der Wahl am Sonntag war der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Landesverband der AfD mit 32,8 Prozent auf Platz eins gelandet. Die CDU kam laut dem vorläufigen Ergebnis auf 23,6 Prozent, das BSW auf 15,8 Prozent. Dahinter folgten die Linke (13,1 Prozent), die SPD (6,1 Prozent), die Grünen (3,2 Prozent) und die FDP (1,1 Prozent).

Wolf bezeichnete das Wahlergebnis als "Herausforderung". Die AfD habe "immer noch zu viel, überhaupt gar keine Frage - aber dass es am Ende gelungen ist, trotzdem eine sehr deutliche Mehrheit unabhängig von der AfD möglich zu machen, ist trotzdem ein politischer Erfolg", urteilte sie. Das Wahlergebnis zeige "natürlich eindeutig die Verantwortung der CDU, jetzt in eine Regierungsbildung einzutreten", sagte Wolf.

Sie äußerte sich auch zu den von BSW-Bundeschefin Sahra Wagenknecht aufgestellten außenpolitischen Forderungen als Voraussetzung für eine Koalitionsbildung. Es gelte "selbstverständlich", dass aus Thüringen "ein sehr deutliches Zeichen kommen muss für diplomatische Lösungen" des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und gegen die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland, sagte Wolf. "Das ist unumstößlich." Es gehe dabei um den "Markenkern" des BSW.

Wagenknecht werde allerdings in Thüringen "nicht am Koalitionsverhandlungstisch sitzen", erläuterte Wolf. "Das ist nicht ihre Rolle und das ist auch nicht, was sie möchte." Der Landesverband werde sich aber "selbstverständlich auch mit Berlin abstimmen."

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Israelische Siedler belagern Palästinenser - US-Botschafter spricht von "Terrortat"

Eine seit Tagen andauernde Belagerung von Palästinensern im Westjordanland durch extremistische israelische Siedler hat eine unüblich scharfe Kritik des US-Botschafters in Israel hervorgerufen. "Die Handlungen derjenigen, die diese schreckliche Terrortat verübt haben, um diese Familie einzuschüchtern und zu drangsalieren, sind widerlich", erklärte der US-Botschafter Mike Huckabee, sonst ein Befürworter israelischer Siedlungen im Westjordanland, am Donnerstag im Onlinedienst X. Die israelische Armee ging gegen die Siedler vor, diese blieben Augenzeugenberichten zufolge jedoch vor Ort.

Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat erstmals die auch von Japan beanspruchte Inselgruppe der Kurilen besucht und damit scharfen Protest aus Tokio ausgelöst. Der Kreml veröffentlichte am Donnerstag ein Video von Putin auf einer der vier Hauptinseln. Russischen Medienberichten zufolge besuchte er dort eine Fischverarbeitungsanlage, wo ihm Kaviar überreicht worden sei. Japans Regierungschefin Sanae Takaichi bezeichnete die Visite als "inakzeptabel".

Vor Landtagswahlen im Osten: Streit in BSW um Umgang mit AfD verschärft sich

Vor den Landtagswahlen im Osten verschärft sich innerhalb des BSW der Streit über den Umgang mit der AfD. "Wir haben das BSW gegründet und aufgebaut, weil wir eine demokratische Alternative für Menschen sein wollten, die sich von der Politik nicht mehr gesehen fühlen. Nicht um Höcke, Weidel & Co. an die Macht zu helfen", sagte Thüringens Digital- und Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) dem "Tagesspiegel" (Freitagausgabe).

US-Botschafter in Israel wirft israelischen Siedlern "Terrortat" gegen Palästinenser vor

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat eine Belagerung von Palästinensern im Westjordanland durch israelische Siedler als "Terrortat" verurteilt. "Die Handlungen derjenigen, die diese schreckliche Terrortat verübt haben, um diese Familie einzuschüchtern und zu drangsalieren, sind widerlich", erklärte Huckabee, ein vehementer Befürworter israelischer Siedlungen im Westjordanland, am Donnerstag im Onlinedienst X. "Es gibt keine Entschuldigung für ein derartiges Rowdytum", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: