Pallade Veneta - Wagenknecht macht Kurswechsel in Außenpolitik erneut zur Bedingung für Koalitionen

Wagenknecht macht Kurswechsel in Außenpolitik erneut zur Bedingung für Koalitionen


Wagenknecht macht Kurswechsel in Außenpolitik erneut zur Bedingung für Koalitionen
Wagenknecht macht Kurswechsel in Außenpolitik erneut zur Bedingung für Koalitionen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht hat Forderungen nach einem Kurswechsel in der Außenpolitik erneut zur Bedingung für Regierungsbeteiligungen ihrer Partei in Thüringen und Sachsen gemacht. "Uns ist wichtig, dass wir einen Kurswechsel in der Außenpolitik erreichen: zurück zur Entspannungspolitik", sagte Wagenknecht dem "Spiegel" laut Mitteilung vom Freitag. "Kriege beendet man mit Diplomatie, nicht mit immer mehr Waffen."

Textgröße ändern:

Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen sind Regierungsbeteiligungen ohne die AfD in beiden Ländern nur mit dem BSW möglich. Parteichefin Wagenknecht hatte bereits vor den Wahlen unter anderem zur Bedingung für eine Koalition gemacht, dass keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden. Ihre Partei fordere ein Nein zu US-Raketen in Deutschland, sagte Wagenknecht nun erneut. "Wenn wir uns an einer Regierung beteiligen, muss die sich in dieser Frage positionieren."

Zuvor hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sich mit Blick auf die Landtagswahl in zwei Wochen kritisch über Wagenknecht geäußert. Über Koalitionsverhandlungen "redet man nicht vor der Wahl", sagte Woidke dem "Tagesspiegel". Es sei für ihn aber "unvorstellbar", dass "Frau Wagenknecht als Ich-AG vom Saarland aus die Geschicke im Lande mit lenken will", betonte der SPD-Politiker.

Woidke warf Wagenknecht vor, in Bezug auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine in Teilen das Narrativ des Kremls zu vertreten. Er plädiere aber für die Unterstützung der Ukraine: "Ich sage dann immer deutlich: Es geht in der Ukraine auch um uns. Wenn wir die Unterstützung einstellen, Putin das Land unterwirft, gibt es eine riesige Flüchtlingswelle. Und Europa wäre nicht sicherer."

In Brandenburg wird am 22. September ein neuer Landtag gewählt. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg käme die AfD derzeit auf 27 Prozent, Woidkes SPD auf 23 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt mit 18 Prozent die CDU, dahinter mit 15 Prozent das BSW. Derzeit regiert in Brandenburg eine Koalition aus SPD, CDU und Grünen.

M.Romero--PV

Empfohlen

Bartsch weist Kritik an Antisemitismus-Einigung der Berliner Linken zurück

Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch hat die massive Kritik aus Teilen seiner Partei an der von der Berliner Linken, den Grünen und der SPD vorgestellten Einigung zum Umgang mit Antisemitismus zurückgewiesen. "Es ist kein Zufall, dass es vor allen Dingen Menschen sind, die nie Koalitionsverhandlungen geführt haben, in keinem Landtag vertreten sind und nahezu durchgängig aus dem Westen kommen", sagte der ehemalige Chef der Linken-Bundestagsfraktion dem "Tagesspiegel" laut Mitteilung vom Sonntag.

Polen meldet Hinweise auf Attentatsversuche gegen Tusk und Verteidigungsminister

Die polnische Polizei hat nach Regierungsangaben Hinweise auf mögliche Attentatsversuche auf Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erhalten. Daraufhin sei für Sonntag ein Treffen im Terror-Abwehrzentrum des Inlandsgeheimdienstes einberufen worden, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums im Onlinedienst X mit. Der Innenminister und der für die Koordination der Geheimdienste zuständige Minister hätten Maßnahmen angeordnet.

Hoppermann: CDU will bei Klausurtagung "zu alter Stärke zurückfinden"

In Berlin hat die CDU-Spitze ihre zweitägige Klausurtagung begonnen, bei der die Regierungspartei unter anderem über das weitere Vorgehen bei den geplanten Sozialreformen beraten will. Es gehe bei dem Treffen darum, "Vertrauen in uns und unsere Politik zurückzugewinnen und dabei die Modernisierung unseres Landes nicht aus dem Blick zu verlieren", sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann am Sonntag zum Auftakt. Es wurde erwartet, dass die CDU sich auch mit den jüngsten Wahlniederlagen auseinandersetzt.

Streit um Diesel-Deal mit Moskau: Trump fordert Selenskyjs Ablösung

Im Streit um seinen Diesel-Deal mit Moskau hat US-Präsident Donald Trump die Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gefordert. Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagte Trump am Samstag (Ortszeit). Zuvor hatte Selenskyj eine von Trump mit Kreml-Chef Wladimir Putin getroffene Vereinbarung scharf kritisiert, wonach Russland hunderttausende Tonnen Dieselkraftstoff liefern soll.

Textgröße ändern: