Pallade Veneta - Brandenburgs CDU-Generalsekretär: "Für uns gibt es keinen Regierungsauftrag"

Brandenburgs CDU-Generalsekretär: "Für uns gibt es keinen Regierungsauftrag"


Brandenburgs CDU-Generalsekretär: "Für uns gibt es keinen Regierungsauftrag"
Brandenburgs CDU-Generalsekretär: "Für uns gibt es keinen Regierungsauftrag" / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Nach der Landtagswahl in Brandenburg sieht die CDU ihre Rolle offenbar in der Opposition. "Für uns gibt es keinen Regierungsauftrag", sagte CDU-Landesgeneralsekretär Gordon Hoffmann am Montag in Potsdam vor Journalisten. Zu etwaigen Sondierungsgesprächen mit der SPD um Ministerpräsident Dietmar Woidke äußerte er sich betont zurückhaltend: "Ich weiß nicht, was wir in diesen Gesprächen besprechen sollen."

Textgröße ändern:

"Für uns ist klar, dass diese Gespräche jetzt zwischen SPD und BSW stattfinden sollten", sagte Hoffmann. Diese hätten zusammen eine Mehrheit. Die SPD hatte die Wahl am Sonntag laut vorläufigem Ergebnis knapp vor der AfD gewonnen. Die CDU zog nach deutlichen Stimmenverlusten im Vergleich zur vorigen Wahl hinter dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als viertplatzierte Partei in den Landtag ein. Weitere Parteien verpassten den Einzug ins Parlament, darunter die Grünen.

Woidke will nach eigenen Angaben vom Montag mit BSW und CDU die Möglichkeiten der Regierungsbildung sondieren. Der Ministerpräsident will dies am Montag dem SPD-Landesvorstand vorschlagen. Die Koalitionsoptionen in Brandenburg, wo die SPD derzeit noch mit CDU und Grünen regiert, sind nach der Wahl eng begrenzt.

Da die Grünen nicht mehr im Parlament vertreten sind und es für eine Koalition aus SPD und CDU allein nicht reicht, bleibt nur ein Bündnis aus SPD sowie BSW. Eine Koalition mit der vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuften AfD schließt die SPD aus. Eine alternative Option wäre allenfalls noch die Bildung einer Minderheitenregierung aus SPD und CDU.

CDU-Landesschef Jan Redmann äußerte sich am Montag ebenfalls zurückhaltend zu der Aussicht, selbst Teil der Landesregierung zu bleiben. "Wir wissen, was der Wahlabend gebracht hat", sagte er im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dass SPD und CDU zusammen keine Mehrheit im Landtag hätten, sei die Basis für Gespräche. Er wolle solche Gespräche aber nicht in Interviews vorwegnehmen, fügte er hinzu.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Dobrindt verteidigt Geheimdienstreform - Kritik an massiver Ausweitung der Befugnisse

Vor der geplanten Kabinettsentscheidung hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die umfassende Reform der deutschen Nachrichtendienste verteidigt. "Die hybride Bedrohungslage, die Versuche der Destabilisierung durch Sabotage, Spionage, Cyberangriffe und verdeckte Aktionen fremder Mächte bekommen eine neue Antwort", sagte Dobrindt am Dienstag der "Bild"-Zeitung. Die Reform mache "aus unseren Nachrichtendiensten echte Geheimdienste".

Orban-Kritiker Baka ist neuer ungarischer Staatspräsident

Das Parlament in Ungarn hat den ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Andras Baka, zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Kritiker des im April abgewählten langjährigen Regierungschefs Viktor Orban erhielt bei der Abstimmung in Budapest am Dienstag 140 Ja- und sechs Nein-Stimmen. Orbans Fidesz-Partei und deren Verbündete KDNP boykottierten die Wahl.

Weiter Forderungen nach Schließung von Russischem Haus in Berlin

Aus CDU, Grünen und FDP kommen weiter Forderungen nach einer Schließung des Russischen Hauses in Berlin. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte am Dienstag dem TV-Sender Welt, er gehe davon aus, dass die Einrichtung als Spionagezentrale genutzt werde. Es lebten dort mehr als hundert Menschen, "wo keiner weiß, wer das ist" und der Energieverbrauch sei unangemessen hoch, nannte er zwei Indizien.

Sabotage an Korvetten in Hamburg: Ermittlungen gegen Verdächtige eingestellt

Im Fall der versuchten Sabotage an Korvetten der deutschen Marine im Hamburger Hafen sind die Ermittlungen gegen zwei Verdächtige ohne Anklage eingestellt worden. Es habe nicht mit der rechtlich nötigen Sicherheit festgestellt werden können, wer von ihnen die Taten begangen haben könnte oder dass beide als Mittäter auf Basis eines gemeinsamen Plans zusammenwirkten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Hamburg am Dienstag mit. Die Haftbefehle gegen die Männer waren bereits im März aufgehoben worden.

Textgröße ändern: