Pallade Veneta - Haitis Übergangsratschef: US-Wahlkampf darf kein Vorwand für Rassimus sein

Haitis Übergangsratschef: US-Wahlkampf darf kein Vorwand für Rassimus sein


Haitis Übergangsratschef: US-Wahlkampf darf kein Vorwand für Rassimus sein
Haitis Übergangsratschef: US-Wahlkampf darf kein Vorwand für Rassimus sein / Foto: Leonardo Munoz - AFP

Vor dem Hintergrund der von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump verbreiteten Lüge über Tiere essende Einwanderer hat Haitis Übergangspräsident vor Rassismus im US-Wahlkampf gewarnt. "Die Leidenschaft, die während eines Wahlkampfes natürlicherweise aufkommt, darf nie als Vorwand für Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus dienen", sagte der Präsident des haitianischen Übergangsrates, Edgard Leblanc Fils, am Donnerstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Textgröße ändern:

Trump und Mitglieder seiner republikanischen Partei hatten zuvor behauptet, dass Einwanderer aus Haiti in der Kleinstadt Springfield im Bundesstaat Ohio Hunde und Katzen von Einheimischen fangen und essen würden. Trump hatte die Behauptung auch im TV-Duell mit der demokratischen Kandidatin Kamala Harris wiederholt, obwohl die Behörden in Springfield betont hatten, es gebe keinerlei Hinweise auf derartige Vorfälle.

"Ich sende einen brüderlichen Gruß an alle Freunde Haitis, die sich mit den Einwanderern aus unserem Land solidarisch gezeigt haben, vor allem an die in Springfield, Ohio", sagte Leblanc Fils.

Nach Trumps Äußerung bei dem TV-Duell waren Haitianerinnen und Haitianer in der Stadt vermehrt bedroht worden. Unter anderem gab es eine Bombendrohung gegen das Rathaus und gegen eine Schule mit vielen haitianischen Schülerinnen und Schülern.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Kulturstaatsminister warnt SPD-Chefs wegen Berliner Sondierungen zu Rot-Rot-Grün

Im Streit um die Koalitionssondierungen zwischen Linkspartei, Grünen und SPD in Berlin warnt mit Wolfram Weimer (CDU) nun erstmals ein Kabinettsmitglied der Union die SPD-Chefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas vor Konsequenzen auf Bundesebene. "Wenn die SPD-Parteivorsitzenden ein Linksbündnis in Berlin nicht sofort und eindeutig unterbinden, dann wäre das ein Misstrauensvotum gegen unsere Koalition, sagte der Kulturstaatsminister der "Bild"-Zeitung am Samstag.

Brand auf Schulgelände in Hessen - Polizei vermutet Anschlag auf Ukraine-Hilfe

Nach einem Brand auf einem Schulgelände in Hessen vermuten die Ermittler einen Anschlag auf Hilfsgüter für die Ukraine. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die Täter den Brand im Frankfurter Stadtteil Dornbusch vorsätzlich gelegt haben, teilte die Polizei am Samstag in Frankfurt mit. Da in dem betroffenen Gebäudeteil Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine gelagert waren, wurde das Staatsschutzkommissariat eingeschaltet.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann dämpft Erwartungen an CDU-Präsidiumsklausur

Vor der CDU-Präsidiumsklausur hat Partei-Generalsekretärin Franziska Hoppermann die Erwartungen an das Treffen gedämpft. Von dem Treffen werde "keine 'Silver Bullet'" ausgehen, "die alle Probleme über Nacht wegzaubert", sagte Hoppermann der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Nach den jüngsten Wahlschlappen steht die Partei unter einem hohen Erwartungsdruck. In der CDU umstritten ist weiter der Umgang mit der AfD.

Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf

Nach dem Geburtstagsbesuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängt die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner die SPD zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers. 2022 sei ein Parteiausschluss noch gescheitert, sagte Brantner der Online-Ausgabe des "Tagesspiegels". Seitdem habe sich die Lage verschärft: "Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

Textgröße ändern: