Pallade Veneta - Freie Wähler in rheinland-pfälzischem Landtag vor Verlust von Fraktionsstatus

Freie Wähler in rheinland-pfälzischem Landtag vor Verlust von Fraktionsstatus


Freie Wähler in rheinland-pfälzischem Landtag vor Verlust von Fraktionsstatus
Freie Wähler in rheinland-pfälzischem Landtag vor Verlust von Fraktionsstatus / Foto: ARMANDO BABANI - AFP/Archiv

Die Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag stehen vor dem Verlust ihres Fraktionsstatus. Wie die Fraktion in Mainz mitteilte, informierte der Abgeordnete Herbert Drumm das Landtagspräsidium am Montag über seinen sofortigen Austritt, womit die Fraktion auf die Mindestgröße von fünf Mitgliedern schrumpfte. Der Abgeordnete Bernhard Alscher kündigte demnach zugleich für Sonntag seinen Austritt an, womit die Fraktion dann unter die Mindestgröße fallen würde.

Textgröße ändern:

Rheinland-Pfalz ist neben Bayern eines von aktuell zwei Bundesländern, in denen die Freien Wähler in Fraktionsstärke im Landtag vertreten sind. In Bayern sind sie an der Landesregierung beteiligt, dort koalieren sie mit der CSU. Mit dem Fraktionsstatus sind finanzielle Zuwendungen etwa für Mitarbeiter sowie größere parlamentarische Einflussmöglichkeiten verbunden.

Nach Angaben von Fraktionschef Helge Schwab wurde der Landtag am Montag während einer Sitzung von Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) über den Austritt Drumms informiert, der auch Vizelandeschef der Freien Wähler ist. Laut Schwab forderte Drumm in einer Fraktionssitzung zuvor den Fraktionsvorstand zum sofortigen Rücktritt binnen fünf Minuten auf, um seinen Austritt zu verhindern. Dies lehnte der Vorstand ab.

Darüber hinaus gab die Fraktion der Freien Wähler am Montag bekannt, dass der Abgeordnete Bernhard Alscher seinen Austritt aus der Fraktion zum 6. Oktober angekündigt habe. Sie erklärte in ihrer Mitteilung zudem, Alscher habe "Kollegen zu Unrecht eine Bereicherungsabsicht und Egoismus vorgeworfen".

Fraktionschef Schwab forderte Alscher und Drumm auf, ihre Landtagsmandate niederzulegen und nicht als fraktionslose Abgeordneten weiterzumachen. Da sie über die Landesliste der Freien Wählern in den Landtag eingezogen waren, würde dies der Partei eine Nachbesetzung ermöglichen. Andernfalls setzten sie die Existenz der Fraktion und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter aufs Spiel.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Taiwans Präsident: Erhöhung der Verteidigungsausgaben soll "Krieg verhindern"

Taiwans geplante Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe sollen nach den Worten von Präsident Lai Ching-te der Abschreckung dienen. "Indem wir unsere Investitionen in die nationale Verteidigung erhöhen, wollen wir nicht einen Krieg provozieren, sondern einen Krieg verhindern", sagte der taiwanische Präsident am Samstag in einer Rede zum Nationalfeiertag. "Wir streben weder nach Hegemonie, noch wollen wir andere dominieren", sagte Lai vor tausenden Menschen, darunter ausländische Diplomaten.

Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen

Die Polizei in Indien hat vor für Samstag geplanten Massenprotesten gegen die Wahlkommission den Gründer der sogenannten Kakerlakenbewegung (CJP) festgenommen. "Abhijeet Dipke festgenommen", teilte die CJP in Onlinediensten mit. Mit ihm seien zwei weitere führende Mitglieder nach der Landung ihres Flugzeugs in der Hauptstadt Neu Delhi festgenommen worden.

Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen

Die Linkspartei geht mit den Sozialreformplänen der Bundesregierung hart ins Gericht und fordert stattdessen die Einbeziehung sämtlicher Einkommensgruppen in die Renten- und Pflegeversicherung. In einem Antrag für den Linken-Parteivorstand am Samstag in Berlin, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, fordert die Partei "eine einheitliche Pflegebürger:innen-Versicherung" und "die Einbeziehung aller Erwerbstätigengruppen in die Gesetzliche Rente".

Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

Anderthalb Monate nach dem Ausscheiden seiner prominenten Sprecherin Karoline Leavitt hat US-Präsident Donald Trump eine Nachfolgerin für den Posten im Weißen Haus ernannt. Die konservative Kommentatorin Katie Zacharia, eine treue Anhängerin von Trumps Maga-Bewegung, werde seine Sprecherin, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social mit. Zacharia ist derzeit Kommunikationsberaterin bei seinem Medienunternehmen Trump Media and Technology Group, das Truth Social betreibt.

Textgröße ändern: