Pallade Veneta - Japans Parlament bestätigt Ishiba als neuen Regierungschef - Kabinett vorgestellt

Japans Parlament bestätigt Ishiba als neuen Regierungschef - Kabinett vorgestellt


Japans Parlament bestätigt Ishiba als neuen Regierungschef - Kabinett vorgestellt
Japans Parlament bestätigt Ishiba als neuen Regierungschef - Kabinett vorgestellt / Foto: Yuichi YAMAZAKI - AFP

Vor dem Hintergrund zahlreicher innen- und außenpolitischer Krisen ist der ehemalige Verteidigungsminister Shigeru Ishiba zum neuen japanischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Das japanische Parlament, in dem Ishibas Liberaldemokratische Partei (LDP) die Mehrheit hält, bestätigte seine Ernennung am Dienstag. Für Ende des Monats plant der neue Regierungschef eine vorgezogene Parlamentswahl.

Textgröße ändern:

Am Freitag war Ishiba zum neuen LDP-Parteivorsitzenden und damit zugleich zum Nachfolger des scheidenden Ministerpräsidenten Fumio Kishida bestimmt worden, der Mitte August seinen Rückzug verkündet hatte.

Nach seiner Wahl zum Regierungschef stellte Ishiba sein neues Kabinett vor. Neuer Außenminister wird Takeshi Iwaya, der von 2018 bis 2019 ebenfalls Verteidigungsminister war. Den ehemaligen Leiter des Kabinettssekretariats, Katsunobu Kato, ernannte er zum Finanzminister. Den Posten des Verteidigungsministers erhielt Gen Nakatani, der diesem Ressort bereits von 2001 bis 2002 sowie von 2014 bis 2016 vorstand. Ishiba besetzte zwei der insgesamt 19 Ministerposten mit Frauen.

Die neue Regierung sieht sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber, darunter Japans alternde Bevölkerung, trübe Wirtschaftsaussichten sowie Chinas Aufrüstung. Die langjährige Regierungspartei LDP hofft darauf, dass Ishiba vor der geplanten Neuwahl die sinkenden Beliebtheitswerte der Partei wieder verbessern kann.

Yuk Nakano vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien sieht in Ishibas Wahl zum Regierungschef einen Hinweis darauf, dass sein Partei "einen erfahrenen Anführer mit breitem Wählerzuspruch" wolle. Sollte die Regierungskoalition bei der vorgezogenen Wahl ein neues Mandat erhalten, "wird Ishiba die Gelegenheit haben, die innere Dynamik der Partei neu zu gestalten und das öffentliche Vertrauten wieder herzustellen". Gleichzeitig müsse der neue Regierungschef sich dann mit Themen wie der wirtschaftlichen Stagnation und regionalen Sicherheitsbedenken" befassen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen

Die Polizei in Indien hat vor für Samstag geplanten Massenprotesten gegen die Wahlkommission den Gründer der sogenannten Kakerlakenbewegung (CJP) festgenommen. "Abhijeet Dipke festgenommen", teilte die CJP in Onlinediensten mit. Mit ihm seien zwei weitere führende Mitglieder nach der Landung ihres Flugzeugs in der Hauptstadt Neu Delhi festgenommen worden.

Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen

Die Linkspartei geht mit den Sozialreformplänen der Bundesregierung hart ins Gericht und fordert stattdessen die Einbeziehung sämtlicher Einkommensgruppen in die Renten- und Pflegeversicherung. In einem Antrag für den Linken-Parteivorstand am Samstag in Berlin, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, fordert die Partei "eine einheitliche Pflegebürger:innen-Versicherung" und "die Einbeziehung aller Erwerbstätigengruppen in die Gesetzliche Rente".

Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

Anderthalb Monate nach dem Ausscheiden seiner prominenten Sprecherin Karoline Leavitt hat US-Präsident Donald Trump eine Nachfolgerin für den Posten im Weißen Haus ernannt. Die konservative Kommentatorin Katie Zacharia, eine treue Anhängerin von Trumps Maga-Bewegung, werde seine Sprecherin, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social mit. Zacharia ist derzeit Kommunikationsberaterin bei seinem Medienunternehmen Trump Media and Technology Group, das Truth Social betreibt.

Trump kritisiert Friedensnobelpreis für Pillay als "schändlich"

US-Präsident Donald Trump hat die Auszeichnung der früheren IStGH-Richterin Navi Pillay mit dem Friedensnobelpreis als "schändliche und blamable Entscheidung" kritisiert. Die diesjährige Wahl des Nobelkomitees in Oslo hinterlasse einen "unauslöschlichen Fleck" auf Norwegen, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Anhängern in Syracuse im Bundesstaat New York.

Textgröße ändern: