Pallade Veneta - Vorwürfe zu Propaganda-Drohnen: Südkorea "bereit" für Reaktion auf Nordkorea

Vorwürfe zu Propaganda-Drohnen: Südkorea "bereit" für Reaktion auf Nordkorea


Vorwürfe zu Propaganda-Drohnen: Südkorea "bereit" für Reaktion auf Nordkorea
Vorwürfe zu Propaganda-Drohnen: Südkorea "bereit" für Reaktion auf Nordkorea / Foto: Jung Yeon-je - AFP/Archiv

Angesichts nordkoreanischer Drohungen im Zusammenhang mit angeblichen südkoreanischen Propagandadrohnen hat Südkorea erklärt, es sei "vollständig bereit" auf nordkoreanische Angriffe zu reagieren. "Unser Militär beobachtet die Situation sehr genau und ist auf die Provokationen des Nordens vorbereitet", sagte der Sprecher des südkoreanischen Generalstabs Lee Seong Joon am Montag. Nordkorea hatte Seoul vorgeworfen, mehrfach Drohnen mit Propaganda-Flugblättern in den Luftraum über Pjöngjang geschickt zu haben.

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Sonntagabend gab die nordkoreanische Führung bekannt, acht Artilleriebrigaden, die sich demnach bereits in Kriegsbereitschaft befanden, seien angewiesen worden, sich "voll und ganz auf die Eröffnung des Feuers vorzubereiten". Zudem sei die Luftüberwachung über Pjöngjang verschärft worden.

Auch die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat auf das angebliche Eindringen südkoreanischer Propaganda-Drohnen in den Luftraum ihres Landes mit einer scharfen Warnung reagiert. Sollte noch einmal eine südkoreanische Drohne im Luftraum über der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang entdeckt werden, werde dies "mit Sicherheit zu einer schrecklichen Katastrophe führen", erklärte Kim Yo Jong.

Pjöngjang hatte Seoul am Freitag vorgeworfen, die Drohnen am 3. Oktober und dann erneut vergangenen Mittwoch und Donnerstag losgeschickt zu haben. Der südkoreanische Verteidigungsminister Kim Yong Hyun wies dies zunächst zurück. Später relativierte der südkoreanische Generalstab die Aussage, indem er erklärte, er könne "nicht bestätigen, ob die nordkoreanischen Anschuldigungen wahr sind oder nicht".

Die nordkoreanischen Vorwürfe seien jedoch "schamlos", sagte Lee. Der Norden habe selbst zehn Mal Drohnen nach Süden geschickt. Pjöngjang hatte mehrfach tausende mit Müll gefüllte Ballons über die Grenze nach Südkorea geschickt, die dort den Flugverkehr störten, Feuer verursachten und sogar Regierungsgebäude trafen.

Das UN-Kommando, dass den Waffenstillstand zwischen den beiden Koreas überwacht, erklärte, es untersuche die Vorwürfe Nordkoreas zu den südkoreanischen Drohnen. Es war spekuliert worden, ob die Drohnen mit den Flugblättern wie bereits zuvor von südkoreanischen Aktivisten gestartet worden waren.

Die beiden Koreas befinden sich technisch gesehen immer noch im Krieg, da der Konflikt von 1950 bis 1953 mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete. Derzeit ist das Verhältnis äußerst angespannt. Der nordkoreanische Machthaber Kim warnte jüngst, sein Land werde, "ohne zu zögern", Atomwaffen einsetzen, wenn es vom Süden angegriffen werde.

C.Grillo--PV

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