Pallade Veneta - Nordkoreas Staatsmedien: Mehr als eine Million Freiwillige melden sich zur Armee

Nordkoreas Staatsmedien: Mehr als eine Million Freiwillige melden sich zur Armee


Nordkoreas Staatsmedien: Mehr als eine Million Freiwillige melden sich zur Armee
Nordkoreas Staatsmedien: Mehr als eine Million Freiwillige melden sich zur Armee / Foto: ANTHONY WALLACE - AFP/Archiv

In Nordkorea sind laut einem Bericht der Staatsmedien in dieser Woche mehr als eine Million Menschen in die Armee eingetreten, nachdem zuvor angeblich südkoreanische Drohnen regierungsfeindliche Flugblätter über Pjöngjang abgeworfen hatten. "Millionen junger Menschen haben sich dem landesweiten Kampf angeschlossen, um den Abschaum der Republik Korea zu vernichten, der durch eine Drohneninfiltration eine schwere Provokation begangen und die Souveränität der Demokratischen Volksrepublik Korea verletzt hat", berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

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Den Angaben zufolge schlossen sich am Montag und Dienstag mehr als 1,4 Millionen junge Menschen freiwillig der Koreanischen Volksarmee an.

Pjöngjang hatte am Dienstag symbolträchtige Straßen und Bahnverbindungen zwischen den beiden koreanischen Staaten gesprengt und die Soldaten an der Grenze angewiesen, sich auf einen Angriff vorzubereiten. Nordkorea warnte zudem, dass es weitere südkoreanische Drohnenflüge als Kriegserklärung betrachten werde.

Nordkorea wirft dem Nachbarland vor, Drohnen mit Flugblättern über die Grenze geschickt zu haben. Seoul stritt dies zunächst ab. Pjöngjang erklärte jedoch, es habe es "klare Beweise" für die Kampagne, bei der regierungsfeindliche Flugblätter über der Hauptstadt Nordkoreas abgeworfen wurden.

Südkoreanische Aktivisten hatten in der Vergangenheit immer wieder Ballons mit regierungsfeindlichen Flugblättern über die Grenze geschickt. Nordkorea ließ daraufhin Müllballons nach Südkorea fliegen.

Japans Regierung warnte am Mittwoch vor einer Eskalation auf der koreanischen Halbinsel. "Die nordkoreanischen Aktivitäten könnten die Spannungen zwischen dem Süden und dem Norden verstärken, und es ist wichtig, dass dies nicht zu einer Eskalation führt", sagte der stellvertretende Kabinettschef Kazuhiko Aoki in Tokio. Japan werde alles tun, um "die erforderlichen Informationen über zukünftige Entwicklungen in Nordkorea zu sammeln, zu analysieren und zu überwachen".

Bereits in der vergangenen Woche hatte Nordkorea angekündigt, die Verkehrsverbindungen ins Nachbarland zu kappen und die Grenzsicherung zu verstärken. Zuvor hatte Pjöngjang zehntausende zusätzliche Landminen verlegen und Panzersperren errichten lassen.

Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea befinden sich derzeit auf einem Tiefpunkt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte Südkorea Anfang des Jahres zum "Hauptfeind" Pjöngjangs erklärt und angekündigt, die Entwicklung von Waffen auszuweiten, darunter auch die von taktischen Atomwaffen. Als Reaktion darauf verstärkten Südkorea und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit.

Die beiden Koreas befinden sich technisch gesehen bis heute im Krieg, da der Konflikt von 1950 bis 1953 mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete.

L.Guglielmino--PV

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