Pallade Veneta - 60 Tote bei jüngsten Angriffen der Guerillagruppe ELN in Kolumbien

60 Tote bei jüngsten Angriffen der Guerillagruppe ELN in Kolumbien


60 Tote bei jüngsten Angriffen der Guerillagruppe ELN in Kolumbien
60 Tote bei jüngsten Angriffen der Guerillagruppe ELN in Kolumbien / Foto: Schneyder Mendoza - AFP

Bei Angriffen der Guerillagruppe ELN in Kolumbien sind dutzende Menschen getötet worden. Rund 60 Menschen seien in mehreren Gemeinden der Region Catatumbo im Norden des Landes "gewaltsam ums Leben gekommen", teilte das Büro des kolumbianischen Ombudsmanns am Samstagabend (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. Zuvor war von 40 Toten die Rede gewesen. Die Regierung teilte mit, die Militäroffensive in der Region Catatumbo sei verstärkt worden. Die Lage dort sei "sehr kritisch", sagte der Armeebefehlshaber Luis Emilio Cardozo.

Textgröße ändern:

In der nahe der Grenze zu Venezuela liegenden Region kämpfen rivalisierende Gruppen um die Kontrolle über den Kokainhandel. Am Donnerstag waren dort Kämpfe zwischen der ELN und Farc-Splittergruppen ausgebrochen. Die Kämpfe brachen eine Waffenruhe - beiden Gruppen hatten zuvor parallel Friedensverhandlungen mit der Regierung von Gustavo Petro geführt.

Es habe einen "Bruch" des Bündnisses gegeben, der "erhebliche Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung hatte", erklärte Cardozo in einem bei X veröffentlichten Video. "Sie haben Menschen aus ihren Häusern geholt und sie auf miserable Weise ermordet und dabei Menschenrechte verletzt. Es ist unsere Aufgabe als nationale Armee, das Gebiet zu stabilisieren", sagte Cardozo.

Am Freitag kündigte Gustavo ein Aussetzen der Friedensverhandlungen mit der ELN an. Er warf der Gruppe Kriegsverbrechen vor.

Der linksgerichtete Präsident, der früher selber einer anderen Guerillagruppe angehört hatte, war 2022 mit dem Ziel angetreten, dem südamerikanischen Land "vollständigen Frieden" zu bringen. In der Folge nahm die Regierung Friedensgespräche mit der ELN auf, bei der es sich um die stärkste noch aktive Rebellenorganisation im Land handelt.

Kolumbien leidet seit sechs Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind. 2016 hatte zwar die mit Abstand größte Guerilla-Organisation Farc ein Friedensabkommen mit der damaligen Regierung unterzeichnet. Mehrere Splittergruppen der mittlerweile aufgelösten Farc lehnten den Friedensschluss aber ab. Die 1964 gegründete ELN war an dem damaligen Friedensabkommen nicht beteiligt.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Bundestags-Innenausschuss befasst sich mit Berliner CSD-Anschlag

Der Innenausschuss des Bundestages befasst sich am Dienstag (13.00 Uhr) mit dem Anschlag am Rande der Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin am 25. Juli. An der Sitzung, die per Videokonferenz stattfindet, will auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) teilnehmen, außerdem Vertreterinnen und Vertreter von Sicherheitsbehörden.

EU-Innenminister kommen wegen Ceuta-Krise zu Dringlichkeitssitzung zusammen

Nach dem Massenandrang von Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in der vergangenen Woche kommen die EU-Innenminister am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Laut der irischen Ratspräsidentschaft werden sich die Minister in einer Videokonferenz mit den Geschehnissen in der Exklave in Nordafrika befassen. Diese hatten heftigen Streit innerhalb der EU um die Migrationspolitik ausgelöst.

Behörde: Frachtschiff in Straße von Hormus von "unbekanntem Geschoss" getroffen

In der Straße von Hormus ist nach Angaben der britischen Seefahrtbehörde UKMTO ein Frachtschiff von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Der Vorfall habe sich knapp 40 Kilometer vor der Küste Omans ereignet, teilte die Behörde in der Nacht zum Dienstag mit. Angaben über mögliche Opfer oder Schäden wurden nicht gemacht.

Bericht: Bundesregierung bereitet Grundlagen für neuen Zivildienst vor

Die Bundesregierung bereitet einem Bericht zufolge die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Dabei gehe es um Möglichkeiten für Wehrdienstverweigerer im Falle einer Wehrpflicht, berichtet die "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe). Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend habe dafür in den vergangenen Monaten 23 große Verbände und Organisationen befragt, welche Kapazitäten sie im Falle einer Rückkehr zur Wehrpflicht für Wehrdienstverweigerer zur Verfügung stellen könnten.

Textgröße ändern: