Pallade Veneta - Infratest-Chef hält Bundestagswahl für noch nicht entschieden

Infratest-Chef hält Bundestagswahl für noch nicht entschieden


Infratest-Chef hält Bundestagswahl für noch nicht entschieden
Infratest-Chef hält Bundestagswahl für noch nicht entschieden / Foto: Michael Kappeler - POOL/AFP/Archiv

Der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap, Roland Abold, hält die Bundestagswahl für noch nicht entschieden. "Anfang Februar waren 20 Prozent der Befragten noch unentschlossen", sagte Abold der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Freitag. "Sie wussten weder, was sie wählen, noch ob sie zur Wahl gehen."

Textgröße ändern:

Von jenen Befragten, die eine Partei genannt hätten, gälten außerdem noch einmal 20 Prozent als unsicher, sagte der Meinungsforscher den Zeitungen. "Theoretisch kann sich noch ziemlich viel verändern."

Die weithin kritisierte Aussage von Kanzler Olaf Scholz (SPD), der den Berliner CDU-Politiker Joe Chialo einen "Hofnarren" genannt hatte, wird nach Abolds Einschätzung wenig Auswirkungen auf den Wahlkampf haben.

"Tatsächlich haben in der Vergangenheit auch Fehltritte von Spitzenkandidaten zu Verschiebungen geführt - denken Sie an Armin Laschets Auftritt angesichts der Flutkatastrophe 2021", sagte Abold. "Ob dieser Vorfall in diese Kategorie fällt, wird man sehen. Ich erwarte es eher nicht."

In dem am vergangenen Freitag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" von Infratest dimap kommt die Union auf 31 Prozent. Auf Platz zwei landet die AfD mit 21 Prozent. Die SPD kommt dahinter auf Platz drei mit 15 Prozent, die Grünen erreichen 14 Prozent.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht nach eigenen Worten trotz der Umfrageschwäche seiner Partei davon aus, als Bundeskanzler wiedergewählt zu werden. Auf eine Frage des "Spiegel", für wie wahrscheinlich er dieses Szenario halte, entgegnete der Kanzler am Mittwoch: "Ich würde mal sagen: 60 Prozent."

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma: Besserer Schutz für Minderheit angemahnt

Der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Michael Brand, hat größere Anstrengungen zum Schutz von Sinti und Roma in Deutschland angemahnt. Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte Brand am Sonntag im Deutschlandfunk anlässlich des europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. "Die Sinti und Roma sind Teil von Deutschland", hob der CDU-Politiker hervor.

Fifa-Chef Infantino trotz Investoren-Rückziehers weiter massiv unter Druck

Fifa-Chef Gianni Infantino bleibt auch nach dem Verzicht auf seinen umstrittenen Investoren-Plan massiv unter Druck. Die Uefa entzog ihm am Samstag in einer Erklärung ihr "Vertrauen". Ebenso wie der europäische Fußballverband fordert auch der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf eine umfassende Aufarbeitung von Infantinos Präsidentschaft. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlangte eine "grundsätzlich andere Kultur" im Weltfußballverband.

SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat Forderungen nach einer höheren Besteuerung großer Erbschaften sowie einer Wiedererhebung der Vermögensteuer für Superreiche bekräftigt. Man könne nicht sagen: "Wir sparen jetzt bei Gesundheit, wir haben eine Pflegereform vor uns, wir müssen bei der Rente etwas tun" und gleichzeitig denjenigen mit den allerhöchsten Vermögen und Erbschaften nicht zusätzlich etwas abverlangen, sagte Klüssendorf der "Bild am Sonntag".

Trump: USA und Israel setzen neue Angriffe auf den Iran aus

Die USA und Israel verzichten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber "schnell" erzielt werden.

Textgröße ändern: