Pallade Veneta - Millionenschaden durch Subventionsbetrug bei Fördergeld-Beantragung in Hessen

Millionenschaden durch Subventionsbetrug bei Fördergeld-Beantragung in Hessen


Millionenschaden durch Subventionsbetrug bei Fördergeld-Beantragung in Hessen
Millionenschaden durch Subventionsbetrug bei Fördergeld-Beantragung in Hessen / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Weil sie mit Subventionsbetrug bei der Beantragung von Fördergeldern zur energetischen Haussanierung einen Millionenschaden verursacht haben sollen, ermitteln hessische Behörden gegen mehrere Menschen. Im Fokus stehen vier Hauptbeschuldigte, wie die Polizei in Kassel am Donnerstag mitteilte. Sie sollen für ihre Kunden Manipulationen bei der Beantragung von Fördergeldern beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) organisiert haben.

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Die Gruppe soll aus einem Finanzberater, einem Bauunternehmer, einem Vermittler und einer zertifizierten Energieberaterin bestehen. Letztere sei das Bindeglied zum Bafa gewesen. Wegen der gesetzlichen Vorgaben musste sie die energetische Sanierung planen, den Bau fachlich begleiten und die fachgerechte Umsetzung bescheinigen.

Alle vier sollen von Provisionen profitiert haben. Dabei habe es diese Sanierungen gar nicht oder nur teilweise gegeben. Die Beamten gehen von einem Schaden im siebenstelligen Bereich aus. Allein in einem Fall soll einer der Beschuldigten für die energetische Sanierung seiner Häuser 200.000 Euro Fördergeld erhalten haben. Zudem soll er Rechnungen seiner eigenen Scheinfirma beim Ministerium eingereicht haben.

Am Donnerstag wurden die Wohnungen der vier Hauptbeschuldigten sowie mehrerer mutmaßlicher Kunden durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Ermittler unter anderem eine kleine Cannabisplantage, eine Schreckschusswaffe und zwei Messer. Alle blieben auf freiem Fuß - es lagen keine Haftgründe gegen sie vor.

B.Fortunato--PV

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