Pallade Veneta - Ukraine: Diskussionen mit den Russen in München "nicht vorgesehen"

Ukraine: Diskussionen mit den Russen in München "nicht vorgesehen"


Ukraine: Diskussionen mit den Russen in München "nicht vorgesehen"
Ukraine: Diskussionen mit den Russen in München "nicht vorgesehen" / Foto: Michaela STACHE - AFP

Die Ukraine hat zurückhaltend auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen "ranghoher Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA" bei der Münchner Sicherheitskonferenz reagiert. "Diskussionen mit den Russen sind nicht vorgesehen", sagte ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Dmytro Lytwyn, am Donnerstag in Kiew. "Für eine Unterhaltung mit den Russen muss eine gemeinsame Position (mit den Verbündeten Kiews) auf dem Tisch liegen", sagte er vor Journalisten. "Derzeit liegt nichts auf dem Tisch."

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Trump hatte angekündigt, dass es am Freitag in der bayerischen Landeshauptstadt ein Treffen "ranghoher Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA" geben werde. "Sie haben morgen ein Treffen in München. Russland wird dort mit unseren Leuten sein. Die Ukraine ist auch eingeladen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus in Washington.

Das Weiße Haus konnte auf Nachfrage von AFP zunächst keine näheren Angaben zu dem Dreiertreffen machen. Auch Moskau äußerte sich zunächst nicht dazu.

Lytwyn sagte anschließend, der ukrainische Standpunkt bleibe "unverändert". "Die Ukraine muss zuerst mit Amerika sprechen. Europa muss sich an jeder ernsthaften Diskussion über einen echten und nachhaltigen Frieden beteiligen", betonte er.

In München beginnt am Freitag die 61. Münchner Sicherheitskonferenz. Eröffnet wird die dreitägige Konferenz zu Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik in der bayerischen Landeshauptstadt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Als Teilnehmer sind unter anderen 60 Staats- und Regierungschefs sowie über 100 Minister angekündigt - darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und eine von Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio angeführte Delegation der neuen US-Regierung.

Der Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zu direkten Verhandlungen von ihm mit Kremlchef Wladimir Putin über die Zukunft der Ukraine hatte vor der Konferenz für Aufruhr gesorgt. Westliche Verbündete und die Ukraine befürchteten, bei den Verhandlungen übergangen zu werden und warnten vor zu großen Zugeständnissen zu Lasten der Ukraine.

Am Donnerstagabend kündigte Trump an, dass auch die Ukraine an Friedensverhandlungen teilnehmen werde. Neben der Ukraine wird die Lage im Nahen Osten erneut ein beherrschendes Thema der Konferenz sein.

Wegen der vielen hochrangigen Gäste und zahlreicher Demonstrationen sind tausende Polizisten in München im Einsatz.

C.Conti--PV

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