Pallade Veneta - Nach Attacke auf NS-Gedenkstätte: Polizei findet Maschinenpistole bei Verdächtigem

Nach Attacke auf NS-Gedenkstätte: Polizei findet Maschinenpistole bei Verdächtigem


Nach Attacke auf NS-Gedenkstätte: Polizei findet Maschinenpistole bei Verdächtigem
Nach Attacke auf NS-Gedenkstätte: Polizei findet Maschinenpistole bei Verdächtigem / Foto: Victoria JONES - POOL/AFP

Ein nach einer Attacke auf eine NS-Gedenkstätte in Hannover als Tatverdächtiger identifizierter Rechtsextremist hat nach Ermittlerangaben eine Maschinenpistole samt passender Munition besessen. Die vollautomatische Waffe und die zugehörigen Patronenn seien bei einer Durchsuchung der Wohnung des 25-Jährigen beschlagnahmt worden, teilte die Polizei in Hannover am Dienstag mit. Bei dem Mann handle es sich zudem um einen "bekannten Rechtsextremisten", der wegen politischer Straftaten bekannt sei und sich in rechtsextremen Organisation engagiere.

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Der 25-Jährige soll Ende Januar an der Gedenkstätte Ahlem Kränze zerstört und entwendet haben, die zur Erinnerung an den Holocaust abgelegt wurden. Nach Ermittlerangaben filmten Überwachungskameras die Tat, der Verdächtige wurde einige Tage später identifiziert. Er blieb demnach aber auf freiem Fuß.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 25-Jährigen in Hannover am 5. Februar stießen Einsatzkräfte unter anderem auf eine "mutmaßlich funktionsfähige vollautomatische Maschinenpistole mit dazugehöriger Munition", wie die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt nun mitteilte. Woher die Waffe stammt und zu welchem Zweck der Beschuldigte sie besaß, werde derzeit noch ermittelt.

Der Mann ist demnach einschlägig wegen politisch motivierter Straftaten im Bereich des Rechtsextremismus bekannt. Erstmals staatsschutzpolizeilich in Erscheinung trat er den Beamten zufolge 2019 bei Ermittlungen gegen eine in der Region Hannover aktive rechtsextremistische Gruppierung, die auch unter dem Namen Carlenberger Bande bekannt war. Sie sei inzwischen aber "inaktiv".

Die Gedenkstätte Ahlem befindet sich auf dem Gelände einer Sammelstelle, von der aus die Nationalsozialisten jüdische Menschen aus dem Großraum Hannover während des Zweiten Weltkriegs in Ghettos und Vernichtungslager in Osteuropa deportierten. Die Zerstörung der Kränze kurz nach dem Holocaustgedenktag am 27. Januar bezeichnete Hannovers Regionspräsident Steffen Krach (SPD) als "ekelhafte" Verhöhnung von Holocaustopfern und "beschämend".

O.Mucciarone--PV

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