Pallade Veneta - Linke will mit neuer Stärke im Parlament künftig Bedingungen stellen

Linke will mit neuer Stärke im Parlament künftig Bedingungen stellen


Linke will mit neuer Stärke im Parlament künftig Bedingungen stellen
Linke will mit neuer Stärke im Parlament künftig Bedingungen stellen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Die Linke will mit ihren hinzugewonnenen Mandaten künftig Bedingungen bei Entscheidungen im Bundestag stellen, für die eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist - etwa bei der Schuldenbremse. Bei diesem Thema sei klar, "dass die nächste Bundesregierung sich bewegen muss" und die Linke sei nun "in der Lage, Bedingungen stellen zu können", sagte Parteichefin Ines Schwerdtner am Montag in Berlin. Die Linke sei "von Anfang an gegen die Schuldenbremse" gewesen.

Textgröße ändern:

Grundgesetzänderungen etwa für Reformen der Schuldenbremse oder neue Sondervermögen werden durch die neuen Mehrheitsverhältnisse im Bundestag erschwert; Union, SPD und Grüne verfügen dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge künftig nicht mehr über die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit. Da die demokratischen Parteien aber eine Kooperation mit der AfD ausschließen, können sie das notwendige Quorum nur mithilfe der Linkspartei erreichen.

Die Linke sei damit das "Zünglein an der Waage" und werde "abwarten, was die neue Regierungskoalition uns vorlegt und konkret danach entscheiden", führte Schwerdtner aus. Sie werde indes "nicht alles mitmachen, nur weil das Schwarz-rot so möchte". Ähnlich äußerte sich Linken-Spitzenkandidat und Ko-Parteichef Jan van Aken. Die Linke lasse sich "nicht erpressen" und auch nicht auf "schmutzige Deals" ein - etwa Änderungen bei der Schuldenbremse im Gegenzug für Aufrüstung oder ein Aufweichen der Asylregeln.

Die Linke hatte bei der Wahl am Sonntag 8,8 Prozent der Stimmen geholt und zieht mit 64 Abgeordneten in den Bundestag ein. "Ich werde morgen eine Fraktion begrüßen können die weiter an einem Strang zieht", sagte dazu Linken-Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek, die zusammen mit Sören Pellmann zuletzt den Vorsitz der Linken im Bundestag angeführt hatte. Dazu, ob das Duo die neue Fraktion erneut leiten wird, sagte Schwerdtner: Das werde nun gemeinsam beraten.

Die Linke verlor nach der Abspaltung des BSW Ende 2024 ihren Fraktionsstatus im Bundestag und war dort zuletzt als parlamentarische Gruppe vertreten. Nun zieht sie aber wieder als Fraktion in das Parlament ein.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

Pro Asyl fordert dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete

Anlässlich des zwölften Jahrestages des Völkermords an Jesidinnen und Jesiden im Nordirak hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ein dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete in Deutschland verlangt. Bis dies auf Bundesebene verankert sei, müsse zumindest ein genereller Abschiebestopp gelten, verlangte die Organisation am Samstag in Berlin. Gedenkreden allein reichten als Schutz für die Opfer des Genozids nicht aus.

Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.

Textgröße ändern: