Pallade Veneta - Merkel: "Wir als Freunde der Ukraine gehen ja auch ins Risiko"

Merkel: "Wir als Freunde der Ukraine gehen ja auch ins Risiko"


Merkel: "Wir als Freunde der Ukraine gehen ja auch ins Risiko"
Merkel: "Wir als Freunde der Ukraine gehen ja auch ins Risiko" / Foto: Gregor Fischer - AFP

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Mitwirkung der internationalen Partner der Ukraine in einem möglichen Friedensprozess eingefordert. "Wann die Stunde der Diplomatie geschlagen hat, kann nicht allein Präsident Selenskyj entscheiden, sondern die Ukraine nur gemeinsam mit ihren Unterstützern", sagte Merkel in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "Berliner Zeitung" mit Blick auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Sie fügte hinzu: "Denn wir als Freunde der Ukraine gehen ja auch ins Risiko für die Ukraine."

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Den Streit von US-Präsident Donald Trump mit Selenskyj im Weißen Haus vor zwei Wochen hat Merkel nach eigener Aussage als bedrückend empfunden. "Ich hätte diese Begegnung so lieber nicht gesehen, zumal wenn man bedenkt, dass sie auch in ganz Russland gesehen wurde, auch von Präsident Putin", sagte sie mit Blick auf Kreml-Chef Wladimir Putin.

Die von 2005 bis 2021 amtierende Kanzlerin sagte bezüglich des Ukraine-Kriegs, es gebe "keinerlei Entschuldigung dafür", dass Putin ein anderes Land überfalle. "Aber den Diskurs über die Interessen Russlands muss man zulassen." Ihrer Wahrnehmung nach gehe es Putin sehr um Anerkennung - "gerade von Amerika". Dieses Denken komme noch aus der Zeit des Kalten Krieges. Für Putin seien die relevanten Größen nicht Deutschland oder die Europäische Union, sondern die USA.

A.Graziadei--PV

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