Pallade Veneta - Neue israelische Luftangriffe auf Ziele im Libanon

Neue israelische Luftangriffe auf Ziele im Libanon


Neue israelische Luftangriffe auf Ziele im Libanon
Neue israelische Luftangriffe auf Ziele im Libanon / Foto: Rabih DAHER - AFP

Nach Raketenangriffen aus dem Libanon hat Israel am Samstagabend mit weiteren Luftangriffen auf Ziele im Nachbarland reagiert. Dabei gab es nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in der Küstenstadt Tyros mindestens einen Toten und sieben Verletzte, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete. Demnach griff Israel auch andere Gebiete im Süden und Osten des Libanon an.

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Israel hatte am Samstagmorgen drei aus dem Libanon abgefeuerte Raketen abgeschossen. Es war das erste Mal seit Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz am 27. November, dass Raketen auf den Norden Israels abgefeuert wurden. Als Reaktion startete Israel Luftangriffe auf Ziele der Hisbollah im Nachbarland, bei denen laut libanesischen Medien zunächst zwei Menschen getötet wurden, unter ihnen ein Kind.

Später ordneten der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz eine "zweite Welle von Luftangriffen gegen dutzende Hisbollah-Ziele im Libanon an", wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Es handle sich dabei um eine "Fortsetzung der ersten Reihe von Luftangriffen, die am Morgen ausgeführt wurden".

Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz hatte jegliche Beteiligung an den Raketenangriffen bestritten. Sie warf Israel vielmehr vor, "Vorwände" zu suchen, "um seine Angriffe gegen den Libanon fortzusetzen".

Am 27. November war nach monatelangen Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz eine Waffenruhe im Libanon in Kraft getreten. Seitdem war die Lage bis Samstag relativ ruhig - obwohl sich beide Seiten immer wieder vorwarfen, gegen das Abkommen zu verstoßen.

Die Hisbollah-Miliz hatte unmittelbar nach dem Beginn des durch den Hamas-Angriff auf Israel ausgelösten Gazakriegs im Oktober 2023 mit einem verstärkten Raketenbeschuss auf Israel begonnen. In der Folge flohen rund 60.000 Menschen aus dem Norden Israels. Nur ein kleiner Teil von ihnen ist seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe zurückgekehrt. Auf der libanesischen Seite wurden rund eine Million Menschen durch die Kämpfe aus dem Süden des Landes vertrieben.

Die UN-Friedenstruppe im Libanon warnte am Samstag, jede weitere Eskalation der instabilen Situation könne "schwerwiegende Folgen für die Region" haben. Die Konfliktparteien dürften die "erzielten Fortschritte" nicht gefährden.

E.M.Filippelli--PV

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