Pallade Veneta - Grönlandischer Regierungschef kritisiert Besuch von US-Delegation

Grönlandischer Regierungschef kritisiert Besuch von US-Delegation


Grönlandischer Regierungschef kritisiert Besuch von US-Delegation
Grönlandischer Regierungschef kritisiert Besuch von US-Delegation / Foto: Ian LANGSDON - AFP/Archiv

Der grönländische Regierungschef Mute Egede hat angesichts des geplanten Besuchs der Frau von US-Vizepräsident JD Vance "ausländische Einflussnahme" auf Grönland moniert. Der Besuch von Usha Vance "kann nicht als einfacher privater Besuch betrachtet werden", erklärte Egede am Montag. Die Integrität und Demokratie Grönlands müsse respektiert werden. US-Präsident Donald Trump hatte immer wieder damit gedroht, Grönland notfalls mit Gewalt den Vereinigten Staaten einzuverleiben.

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Usha Vance wird laut dem Weißen Haus von Donnerstag bis Samstag zusammen mit ihrem Sohn und einer US-Delegation, der laut Egede auch der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz angehören wird, das autonome dänische Territorium besuchen. Sie wolle historische Orte besuchen, mehr über die grönländische Kultur lernen und sich das nationale Hundeschlittenrennen Avannaata Qimussersua anschauen.

Egede erklärte, er habe Washington gegenüber jegliche Gespräche ausgeschlossen, solange keine neue grönländische Regierung nach der Parlamentswahl Anfang März gebildet sei. Der vermutlich nächste Regierungschef Grönlands, Jens-Frederik Nielsen, dessen Mitte-Rechts Partei die Wahl deutlich gewonnen hatte, hatte Trumps Äußerungen in der Vergangenheit als "unangemessen" bezeichnet.

Wenige Wochen vor Trumps Amtsantritt hatte bereits sein Sohn Donald Trump Jr. Grönland besucht. Er beteuerte jedoch, es handele sich um eine touristische Reise. Seit seinem Amtsantritt im Januar wiederholte Trump seine Übernahmepläne für das arktische Inselgebiet mehrfach. Grönland und Dänemark lehnen eine Annektion entschieden ab.

Auf der größten Insel der Welt leben nur 57.000 Menschen. Im Boden lagern wertvolle Rohstoffe, die bisher kaum genutzt werden. Seit 1979 ist Grönland in vielen Bereichen autonom, doch entscheidet etwa über Außen- und Verteidigungspolitik immer noch die ehemalige Kolonialmacht Dänemark.

O.Pileggi--PV

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