Pallade Veneta - Früherer russischer Vize-Verteidigungsminister steht wegen Veruntreuung vor Gericht

Früherer russischer Vize-Verteidigungsminister steht wegen Veruntreuung vor Gericht


Früherer russischer Vize-Verteidigungsminister steht wegen Veruntreuung vor Gericht
Früherer russischer Vize-Verteidigungsminister steht wegen Veruntreuung vor Gericht / Foto: TATYANA MAKEYEVA - AFP

In Moskau hat der Gerichtsprozess gegen den ehemaligen russischen Vize-Verteidigungsminister Timur Iwanow wegen des Vorwurfs der Veruntreuung begonnen. Iwanow plädierte am Montag auf nicht schuldig, wie ein im Gerichtssaal anwesender Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Anklage lautet auf Veruntreuung und Geldwäsche. Sollte Iwanow schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Textgröße ändern:

Iwanow war im April 2024 festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, umgerechnet 35,2 Millionen Euro von der Moskauer Bank Interkommerz und 2,2 Millionen Euro bei der Beschaffung zweier Fähren für die Halbinsel Krim veruntreut zu haben. Iwanows Anwalt Murad Musajew bezeichnete die Vorwürfe der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti gegenüber als "vollkommen gegenstandslos".

Iwanow, ein enger Vertrauter des im Mai 2024 entlassenen russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu, war im russischen Verteidigungsministerium der oberste Verantwortliche für den Bau militärischer Einrichtungen. Er steht auf einer Sanktionsliste der EU.

Beim Wiederaufbau der der von Russland nach erbitterten Kämpfen besetzten ukrainischen Stadt Mariupol soll er sich nach Angaben der vom Kreml-Kritiker Alexej Nawalny gegründeten Antikorruptionsstiftung unrechtmäßig bereichert haben. Der unter ungeklärten Umständen im Februar 2024 in einem Straflager in der Arktis gestorbene Nawalny ist von den russischen Behörden als "Extremist" eingestuft worden.

Der Kreml hatte zuletzt seine Anti-Korruptions-Maßnahmen verstärkt. Mehr als ein Dutzend Menschen aus dem Umfeld des russischen Verteidigungssektors wurden seit dem vergangenen Jahr festgenommen. Häufig wurde ihnen die Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen argentinischen Kollegen Javier Milei am Donnerstag zu Wirtschaftsgesprächen in Paris empfangen. Dabei berieten die beiden Staatschefs nach Angaben des französischen Präsidialamts unter anderem über Rohstoffe wie Lithium und Kupfer. Der französische Energiekonzern TotalEnergies kündigte Investitionen von knapp zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land an.

US-Außenminister Rubio reist nach Island und Südeuropa

US-Außenminister Marco Rubio reist kommende Woche nach Island und Südeuropa. Erste Station der am Montag beginnenden viertägigen Reise ist die isländische Hauptstadt Reykjavik, wie das Außenministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Dort werde Rubio mit Regierungsvertretern über die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit sprechen.

Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung

Die Familie der von der US-Einwanderungsbehörde ICE getöteten US-Bürgerin Renee Good verklagt die Regierung von Präsident Donald Trump. Wie aus Gerichtsdokumenten vom Donnerstag hervorgeht, wurden zwei Klagen auf Bundesebene eingereicht, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Die Angehörigen von Good fordern zudem Schadenersatz. Die 37-jährige Good war am 7. Januar in der Stadt Minneapolis am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien erschossen worden.

Putin droht bei Angriff auf Kaliningrad mit Einsatz "aller Arten von Waffen"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat für den Fall eines Angriffs von Nato-Streitkräften auf die russische Exklave Kaliningrad mit dem möglichen Einsatz "aller Arten von Waffen" einschließlich Atomwaffen gewarnt. "Wenn es zu einem direkten Angriff auf Russland kommt, in diesem Fall auf Kaliningrad, wird die Frage des Einsatzes aller Arten von Waffen, über die wir verfügen, auf der Tagesordnung stehen", sagte Putin am Donnerstag beim jährlichen Waldai-Diskussionsforum in Moskau.

Textgröße ändern: