Pallade Veneta - Hunderttausende versammeln sich zu Protesten der Opposition in Istanbul

Hunderttausende versammeln sich zu Protesten der Opposition in Istanbul


Hunderttausende versammeln sich zu Protesten der Opposition in Istanbul
Hunderttausende versammeln sich zu Protesten der Opposition in Istanbul / Foto: Ed JONES - AFP

In der Türkei haben sich am Samstag zu den Protesten der Opposition in Istanbul gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan hunderttausende Menschen versammelt. Die Menschen kamen auf der asiatischen Seite der Bosporus-Metropole zusammen, um nach der Inhaftierung des Bürgermeisters Ekrem Imamoglu für den Erhalt der Demokratie in der Türkei zu demonstrieren, wie AFP-Reporter berichteten. Der Chef der größten Oppositionspartei CHP, Özgur Özel, sprach bei der Kundgebung sogar von mehr als zwei Millionen Teilnehmern.

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Am Morgen waren die Demonstrierenden auf von der CHP gecharterten Fähren über den Bosporus zum Versammlungsort gefahren. Viele trugen türkische Flaggen und Porträts von Republik- und CHP-Gründer Mustafa Kemal Atatürk. "Taksim ist überall, Widerstand ist überall", riefen die Regierungsgegner in Anspielung an die regierungskritischen Massenproteste auf dem gleichnamigen Platz in Istanbul im Jahr 2013.

Die CHP hatte zu der Großdemonstration aufgerufen. Özel sagte der französischen Zeitung "Le Monde", von jetzt an solle es regelmäßige Proteste geben - "jeden Samstag in einer türkischen Stadt" und jeden Mittwoch in Istanbul.

Imamoglu wird von der türkischen Justiz unter anderem Korruption vorgeworfen. Am 23. März ordnete ein Gericht Untersuchungshaft gegen ihn an, wenig später wurde er als Bürgermeister von Istanbul suspendiert. Der beliebte Oppositionspolitiker gilt als größter innenpolitischer Rivale Erdogans. Seine linksnationalistische CHP kürte ihn trotz seiner Inhaftierung zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028.

Das Vorgehen gegen Imamoglu hat die größte Protestwelle in der Türkei seit 2013 ausgelöst. Die Behörden sprachen Versammlungsverbote aus und gehen mit zunehmender Härte gegen die Demonstrationen und Medien vor. Nach Angaben des Innenministeriums wurden inzwischen fast 2000 Menschen festgenommen.

U.Paccione--PV

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