Pallade Veneta - Hannover Messe: Scholz bekundet Kanada nach Attacken von Trump Solidarität

Hannover Messe: Scholz bekundet Kanada nach Attacken von Trump Solidarität


Hannover Messe: Scholz bekundet Kanada nach Attacken von Trump Solidarität
Hannover Messe: Scholz bekundet Kanada nach Attacken von Trump Solidarität / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Angesichts der verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Kanada hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dem diesjährigen Partnerland der Hannover Messe die Solidarität Deutschlands und Europas bekundet. "Kanada ist kein Bundesstaat von irgendwem. Kanada ist eine stolze, unabhängige Nation", sagte Scholz am Sonntagabend bei der Eröffnung der Industriemesse. "We stand by your side" ("wir stehen an eurer Seite"), sagte Scholz auf Englisch.

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Trump hatte zuletzt für erhebliche diplomatische Verstimmungen mit Kanada gesorgt, weil er dem nördlichen Nachbarn ohne Unterlass mit Zöllen droht und diese zum Teil auch schon einführte. Zudem sagte er mehrmals, er wolle Kanada zum 51. Bundesstaat der USA machen.

Scholz betonte nun, Kanada habe "Freunde überall auf der Welt – und ganz besonders viele davon hier in Deutschland und Europa".

Der Kanzler betonte vor dem Hintergrund des Zollstreits mit den USA auch die Rolle des freien Welthandels. Die Antwort auf Abschottung und Zölle müsse heißen: "mehr freier Handel, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr technologische Souveränität."

Trotz ökonomischer Unsicherheit und Unberechenbarkeit auf der Welt sei er sich sicher: "Wir sind diesen Entwicklungen nicht wehrlos ausgesetzt", sagte Scholz. Er betonte dabei auch die ökonomische Stärke Europas. "'Wir' – das ist Europa mit der Marktmacht von 450 Millionen Bürgerinnen und Bürgern. 'Wir' – das sind die 27 Länder der EU sowie die über 70 Länder und Regionen weltweit, mit denen wir über Handelsabkommen verbunden sind", sagte Scholz.

"Wir werden auch weiter auf freien Handel mit möglichst vielen Partnern weltweit setzen", sagte Scholz und betonte: "Wir sind offen, aber wir sind nicht naiv." Die Europäische Union nutze ihre Instrumente, um ihre Industrien gegen unfairen Wettbewerb und Marktverzerrungen und "gegen ungerechtfertigte amerikanische Zölle" zu schützen. Trump hatte zuletzt Zölle für die Einfuhr verschiedener Waren und Güter in die USA angekündigt, etwa für Stahl, Aluminium und Autos.

"Ein Blick auf die Märkte und Börsenkurse zeigt doch: Nicht wir sind mit unserer Zollpolitik derzeit auf dem Holzweg", sagte Scholz dazu. "Handelskriege sind eben nicht wirklich zu gewinnen, sogar für die USA nicht."

An der Hannover Messe, der laut den Veranstaltern weltweit wichtigsten Industriemesse, stellen mehr als 4000 Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft "Lösungen für die Produktion und Energieversorgung der Zukunft" vor.

Y.Destro--PV

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