Pallade Veneta - Xi zu Besuch in Hanoi: China und Vietnam wollen enger zusammenarbeiten

Xi zu Besuch in Hanoi: China und Vietnam wollen enger zusammenarbeiten


Xi zu Besuch in Hanoi: China und Vietnam wollen enger zusammenarbeiten
Xi zu Besuch in Hanoi: China und Vietnam wollen enger zusammenarbeiten / Foto: NHAC NGUYEN - POOL/AFP

Auch angesichts der erratischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump haben China und Vietnam eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Bei einem Besuch des chinesischen Staatsoberhauptes Xi Jinping in Hanoi am Montag wurden insgesamt 45 Vereinbarungen unterzeichnet, die von der Absicherung von Wertschöpfungsketten über Künstliche Intelligenz bis hin zu Eisenbahn-Verbindungen reichen.

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Bei einem Treffen mit dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, sagte Xi, Vietnam und China stünden "an einem Wendepunkt der Geschichte" und sollten daher "mit vereinten Kräften voranschreiten". Er forderte, beide Länder sollten "das multilaterale Handelssystem, stabile globale Industrie- und Lieferketten sowie ein offenes und kooperatives internationales Umfeld entschlossen schützen". Protektionismus hingegen führe ins "Nirgendwo".

Der Handelskonflikt zwischen China und den USA war in den vergangenen Wochen eskaliert. Trump belegte chinesische Einfuhren in die USA mit hohen Zöllen, Peking reagierte mit eigenen Gegenzöllen.

Auch Vietnam gehörte zu den Ländern, die von Trumps ursprünglichen Zoll-Plänen von Anfang April am härtesten getroffen worden wären. Er hatte einen Zollsatz von 46 Prozent auf Importe aus dem Land verhängt. Später ruderte der US-Präsident zurück und reduzierte die Zollsätze zumindest temporär für die meisten Länder außer China auf zehn Prozent.

Lam erklärte, sein Land sei "immer bereit, China die Hand zu reichen, um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern substanzieller, tiefgreifender, ausgewogener und nachhaltiger zu gestalten". Vietnam ist unter den Ländern Südostasiens der wichtigste Abnehmer chinesischer Güter.

Das Land verfolgt seit langem einen zweigleisigen Ansatz und versucht, sich sowohl mit den USA als auch mit China gut zu stehen. Trotz der engen wirtschaftlichen Beziehungen mit China teilt Hanoi die Sorgen der USA mit Blick auf Pekings zunehmend selbstbewusstes Auftreten im umstrittenen Südchinesischen Meer. China beansprucht fast das gesamte Meeresgebiet für sich, was von den Philippinen, Malaysia, Vietnam, Indonesien und Brunei bestritten wird.

Xi reist am Dienstag weiter nach Malaysia und Kambodscha.

F.Amato--PV

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