Pallade Veneta - Frankreich und Marokko wollen bei Abschiebungen enger zusammenarbeiten

Frankreich und Marokko wollen bei Abschiebungen enger zusammenarbeiten


Frankreich und Marokko wollen bei Abschiebungen enger zusammenarbeiten
Frankreich und Marokko wollen bei Abschiebungen enger zusammenarbeiten / Foto: Issam ZERROK - AFP/Archiv

Frankreich und Marokko wollen bei der Abschiebung von Migranten ohne Bleiberecht aus Frankreich enger zusammenarbeiten. Eine binationale Arbeitsgruppe solle die Staatsangehörigkeit mutmaßlich marokkanischer Migranten überprüfen, erklärte der französische Innenminister Bruno Retailleau am Montag nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Abdelouafi Laftit in Rabat. "Das wird die Effizienz der Abschiebungen erhöhen", sagte Retailleau.

Textgröße ändern:

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Jahren angespannt, weil marokkanische Behörden häufig die nötigen Papiere verweigern, wenn Frankreich Migranten nach Marokko abschieben will. Aus diesem Grund hatte Frankreich 2021 und 2022 die Zahl der Visa für Marokkaner um die Hälfte gekürzt. Auch zwischen Frankreich und Algerien war es wegen verhinderter Abschiebungen immer wieder zu Spannungen gekommen.

Die Beziehungen zu Marokko verbesserten sich erheblich, seit Frankreich im vergangenen Jahr die marokkanische Souveränität über die Westsahara anerkannte. Dies führte jedoch zu neuen Spannungen zwischen Frankreich und Algerien.

Beide Länder hatten Anfang April angekündigt, in Sicherheitsfragen und bei der Einwanderung wieder zusammenarbeiten zu wollen. In den vergangenen Tagen nahmen die Spannungen zwischen Frankreich und Algerien jedoch wieder zu. Nachdem die französische Justiz gegen drei in Frankreich lebende Algerier Ermittlungen aufgenommen hat, kündigte Algier an, zwölf französische Beamte auszuweisen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Koalition der Willigen berät am Jahrestag über Unterstützung der Ukraine

Am vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Kriegs wollen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer mit den Mitgliedern der sogenannten Koalition der Willigen über die weitere Unterstützung der Ukraine beraten. Die für kommenden Dienstag geplante Videokonferenz biete den 35 in der Koalition vertretenen Ländern die Gelegenheit, "ihr Engagement an der Seite der Ukraine zu bekräftigen", teilte der Elysée am Freitag mit.

Bericht: Bund gibt grünes Licht für Nuklearprojekt mit russischer Beteiligung

Die Bundesregierung gibt einem Medienbericht zufolge grünes Licht für ein umstrittenes Nuklearprojekt in Niedersachsen - trotz russischer Beteiligung. Wie das Portal Politico am Freitag berichtete, will die Regierung das Projekt durch eine atomrechtliche Bewertung unter Auflagen erlauben. Konkret geht es um ein Vorhaben des Kraftwerksunternehmens Advanced Nuclear Fuels (ANF), eine Tochter des französischen Atomkonzerns Framatome.

Sachverständigenrat kritisiert Einschnitte bei Integrationskursen als Rückschritt

Der unabhängige Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) hat die Entscheidung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) scharf kritisiert, den Zugang zu Integrationskursen massiv einzuschränken. "Sie sind eine wichtige Brücke zur sprachlichen, ökonomischen und nicht zuletzt zur sozialen Integration", erklärte der Ratsvorsitzende Winfried Kluth am Freitag in Berlin. Das Gremium sprach in einer Erklärung von einem "integrationspolitischen Rückschritt", der durch die Maßnahme zu befürchten sei.

Parteitag in Nordkorea: Machthaber Kim nennt wirtschaftlichen Aufbau als Priorität

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei einem Parteitag seiner Arbeiterpartei eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Bevölkerung des Landes als Priorität genannt. "Heute ist die Partei mit den schweren und dringlichen historischen Aufgaben konfrontiert, den wirtschaftlichen Aufbau und den Lebensstandard des Volkes zu befördern", sagte Kim am Freitag in seiner Rede zum Auftakt des Kongresses, der nur alle fünf Jahre stattfindet.

Textgröße ändern: