Pallade Veneta - Weltbank-Chef: Privatwirtschaft wird bei Wiederaufbau der Ukraine große Rolle spielen

Weltbank-Chef: Privatwirtschaft wird bei Wiederaufbau der Ukraine große Rolle spielen


Weltbank-Chef: Privatwirtschaft wird bei Wiederaufbau der Ukraine große Rolle spielen
Weltbank-Chef: Privatwirtschaft wird bei Wiederaufbau der Ukraine große Rolle spielen / Foto: Brendan SMIALOWSKI - AFP

Nach einem möglichen Ende des Krieges in der Ukraine wird die Privatwirtschaft laut Weltbank-Chef Ajay Banga eine große Rolle beim Wiederaufbau des Landes spielen. Von den rund 500 Milliarden Dollar (438,4 Milliarden Euro), die für den Wiederaufbau benötigt würden, werde "etwa ein Drittel aus dem privaten Sektor kommen", sagte Banga am Freitag (Ortszeit) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Aus dem Energiesektor alleine würden 100 Milliarden Dollar einfließen.

Textgröße ändern:

In dem AFP-Interview betonte Banga, der Wiederaufbau der Ukraine könne nicht "wie gewohnt" angegangen werden. Die 500 Milliarden Dollar, die es in dem nächsten Jahrzehnt dafür bräuchte, entsprächen etwa "der dreifachen Menge" des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes.

In den ersten sechs Monaten nach dem Ende des Krieges werde es zunächst darum gehen, "von der Kriegszeit in die Friedenszeit" überzugehen, sagte Banga. Danach müsse die Frage gestellt werden: "Wie bringen wir die Investitionen in der Ukraine in Gang?"

Zugleich lobte Banga die wirtschaftlichen Reformen, die in der Ukraine seit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 umgesetzt worden seien. "Während der drei Jahre des Krieges, hat die Ukraine in wirtschaftliche Reformen investiert", sagte der Weltbank-Chef der AFP. Dies sei nicht einfach gewesen und müsse weiter vorangetrieben werden.

Banga ist seit 2023 Weltbank-Chef. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Anschluss an die Energieversorgung. Er gab das Interview während der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Israelischer Minister: "Terrorist" wollte Flydubai-Flugzeug zum Absturz bringen

Ein "Terrorist" hat nach Angaben des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir ein Flugzeug der Fluggesellschaft Flydubai zum Absturz bringen wollen, das in Saudi-Arabien notlanden musste. Ziel sei es gewesen, "die 180 Israelis an Bord zu ermorden", sagte Ben Gvir. Die Maschine befand sich am Morgen auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als sie nach Angaben der Airline wegen eines "Zwischenfalls" ins saudiarabische Tabuk umgeleitet wurde.

Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen auf Energieinfrastruktur

Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Energieinfrastruktur in der Ukraine sind örtlichen Behörden zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. Nach Angaben Kiews handelte es sich um den Auftakt einer russischen Offensive zur Lahmlegung der Strom- und Wärmeversorgung vor dem Winter. Diese Taktik hatte Moskau bereits in den vergangenen Jahren angewandt.

Unterdrückung von Samen in Schweden: Wahrheitskommission fordert Wiedergutmachung

In Schweden hat eine Wahrheitskommission massive Ungerechtigkeiten im Umgang mit der Minderheit der Samen festgestellt und von der Regierung eine Entschuldigung und Wiedergutmachung gefordert. "Die Diskriminierung der Samen, Rassismus, Hass und Drohungen müssen aufhören", erklärte die Kommission am Mittwoch vor der Vorlage ihres Abschlussberichts.

Linnemann zu Pflegereform: "Werden Einsparungen vornehmen müssen"

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat geplante Einsparungen bei der Pflege verteidigt. Das Pflegesystem stehe "massiv finanziell unter Druck", sagte Linnemann am Mittwoch in Berlin. Die Zahl der Pflegenden habe sich innerhalb von 20 Jahren auf sechs Millionen verdreifacht. "Wir werden Einsparungen vornehmen müssen", betonte der Minister. "Einnahmen und Ausgaben müssen in eine Balance gebracht werden."

Textgröße ändern: