Pallade Veneta - Kiew dementiert russische Aussagen über Rückeroberung der Grenzregion Kursk

Kiew dementiert russische Aussagen über Rückeroberung der Grenzregion Kursk


Kiew dementiert russische Aussagen über Rückeroberung der Grenzregion Kursk
Kiew dementiert russische Aussagen über Rückeroberung der Grenzregion Kursk / Foto: Alexander KAZAKOV - POOL/AFP

Die russische Armee hat die Grenzregion Kursk nach eigenen Angaben vollständig von den ukrainischen Streitkräften zurückerobert - was umgehend von Kiew bestritten wurde. Die letzte Siedlung in Kursk, der Ort Gornal, sei "befreit" worden, sagte der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow am Samstag bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen per Videokonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der ukrainische Generalstab bezeichnete die russischen Äußerungen daraufhin als "Propagandatricks", tatsächlich dauerten die Kämpfe in der Grenzregion weiterhin an.

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Putin erklärte in dem Gespräch das "Abenteuer" der Ukraine in Kursk für komplett gescheitert. In der Vergangenheit hatte der Kreml-Chef betont, dass er erst dann zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit sei, wenn die ukrainischen Streitkräfte vollständig aus der Grenzregion "vertrieben" worden seien. Seit mehreren Wochen meldete Russland wiederholt, Gebiete in Kursk zurückerobert zu haben.

Der russische Generalstabschef hob den "Mut" und das "Heldentum" von nordkoreanischen Kämpfern bei der Rückeroberung von Kursk hervor. Nach Angaben des Westens und Südkoreas schickte Nordkorea im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Soldaten nach Russland, um das Land im Kampf gegen die ukrainische Offensive in Kursk zu unterstützen.

Der ukrainische Generalstab wies die russischen Angaben als "Falschinformationen" zurück. Die operative Lage in Kursk sei zwar "schwierig", doch würden die ukrainischen Einheiten ihre Positionen weiterhin halten. "Es besteht keine Gefahr, dass unsere Einheiten eingekesselt werden könnten", erklärte der Generalstab.

Die ukrainische Armee hatte im Sommer 2024 eine Offensive in der russischen Grenzregion begonnen und dort zunächst mehr als tausend Quadratkilometer Territorium unter ihre Kontrolle gebracht. Die Ukraine hatte gehofft, das Gebiet in Kursk als Verhandlungsmasse bei künftigen Friedensgesprächen mit Russland nutzen zu können, da Russland seit seinem Einmarsch im Jahr 2022 Teile der Süd- und Ostukraine besetzt hält.

R.Zarlengo--PV

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