Pallade Veneta - Konklave zur Wahl eines neuen Papstes hat begonnen 

Konklave zur Wahl eines neuen Papstes hat begonnen 


Konklave zur Wahl eines neuen Papstes hat begonnen 
Konklave zur Wahl eines neuen Papstes hat begonnen  / Foto: Filippo MONTEFORTE - AFP

Gut zwei Wochen nach dem Tod von Papst Franziskus hat das Konklave zur Wahl eines neuen Oberhauptes der katholischen Kirche begonnen. Die wahlberechtigten Kardinäle zogen am Mittwochnachmittag in die Sixtinische Kapelle in Rom ein und legten den Eid ab - danach wurde die Tür hinter ihnen verschlossen. Die Abstimmung über den neuen Papst erfolgt geheim, noch im Laufe des Mittwochs soll der erste Wahlgang stattfinden.

Textgröße ändern:

Der Leiter des Konklave, der italienische Kardinal Pietro Parolin, sagte in einem Gebet kurz vor Beginn der Wahlversammlung, "der Herr leite unsere Schritte auf dem Weg der Wahrheit". Die in großer Mehrheit in rot-weißen Gewändern gekleideten Kardinäle sangen beim Einzug ins Konklave die Heiligenlitanei - dabei werden die Heiligen der katholischen Kirche angerufen. Anschließend riefen die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle den Heiligen Geist an und schworen Geheimhaltung über die Wahlen.

Mit insgesamt 133 wahlberechtigten Kardinälen ist dieses Konklave das größte in der Geschichte der katholischen Kirche. Der am Ostermontag verstorbene Papst Franziskus hatte wenige Monate vor seinem Tod noch so viele neue Kardinäle ernannt, dass die eigentlich vorgesehene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten überschritten wurde. Als Folge davon musste die Sitzordnung in der Sixtinischen Kapelle angepasst werden.

Die Kardinäle sind bis zur Wahl des neuen Papstes von der Öffentlichkeit abgeschnitten. Es findet zunächst am Mittwochabend ein erster Wahlgang statt. Gibt es für niemanden die erforderliche Mehrheit, finden an den Folgetagen immer vor- und nachmittags jeweils zwei Wahlgänge statt.

Bei Papst Benedikt XVI. gab es schon nach vier Wahlgängen einen neuen Papst, bei Franziskus nach fünf. Sollten die Kardinäle erneut so schnell wählen, könnte schon Donnerstagabend der nächste Papst feststehen.

Die Wahlgänge finden jeweils in der Sixtinischen Kapelle statt – daneben halten sich die Kardinäle vor allem im Gästehaus Santa Marta auf, wo sie übernachten und essen. Telefonieren, im Internet zu surfen, Zeitungen zu lesen oder andere Medien zu nutzen ist den Kardinälen untersagt. Es gilt außerdem eine strenge Geheimhaltung - auch nach dem Konklave dürfen die Teilnehmer nicht über den Inhalt der Wahlen sprechen.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Trumps "Friedensrat": Ministerin Alabali Radovan fordert konkrete Gaza-Hilfen

Vor der ersten Sitzung des sogenannten Friedensrats unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) konkrete Hilfen für die Menschen im Gazastreifen gefordert. Es sei wichtig, dass das Treffen am Donnerstag "tatkräftiges Handeln und konkrete Hilfen in den Fokus stellt, die den Menschen in Gaza schnell zu Gute kommen", sagte Alabali Radovan der "Frankfurter Rundschau".

Erste Sitzung von Trumps "Friedensrat": Hilfszusagen für Gaza erwartet

In Washington tagt am Donnerstag erstmals der sogenannte Friedensrat unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump. Erwartet werden Hilfszusagen im Umfang von fünf Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro) für den Gazastreifen, wie Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social verkündet hatte. Der US-Präsident rechnet zudem mit "Tausenden von Einsatzkräften" für die geplante Internationale Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen.

Nordkoreas Machthaber Kim inspiziert neuen Raketenwerfer für Atomsprengköpfe

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat einen riesigen Raketenwerfer inspiziert, der nach Berichten staatlicher Medien auch Atomsprengköpfe abfeuern kann. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Donnerstag, Kim habe den neuen Mehrfachraketenwerfer für den Abschuss von 600-Millimeter-Geschossen als weltweit einzigartig bezeichnet. Er sei "geeignet für einen Spezialangriff, sprich zur Erfüllung einer strategischen Mission", sagte Kim und verwendete dabei eine gängige Umschreibung für den Einsatz von Atomwaffen.

UNO warnt vor "schrittweiser De-Facto-Annexion" des Westjordanlands durch Israel

Die Vereinten Nationen haben Israel vorgeworfen, das Westjordanland mit einer Reihe von Maßnahmen faktisch und schleichend zu annektieren. "Wir werden Zeugen der schrittweisen De-Facto-Annexion des Westjordanlands, indem einseitige Schritte Israels stetig die Landschaft verändern", sagte die UN-Spitzenvertreterin Rosemary DiCarlo am Mittwoch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York zur Palästinenserfrage.

Textgröße ändern: