Pallade Veneta - Cyberangriff kurz vor der Wahl: Polens Regierungschef beschuldigt russische Hacker

Cyberangriff kurz vor der Wahl: Polens Regierungschef beschuldigt russische Hacker


Cyberangriff kurz vor der Wahl: Polens Regierungschef beschuldigt russische Hacker
Cyberangriff kurz vor der Wahl: Polens Regierungschef beschuldigt russische Hacker / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat russische Hacker für einen Cyberangriff verantwortlich gemacht, der zwei Tage vor der polnischen Präsidentschaftswahl die Internetseite seiner pro-europäischen Regierungspartei lahmgelegt hat. Der Angriff habe auch die Websites seiner Koalitionspartner getroffen und dauere weiter an, erklärte Tusk am Freitagnachmittag im Onlinedienst X.

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Laut Tusks Stabschef Jan Grabiecs war die Website der liberalen Bürgerplattform seit Freitagmorgen durch sogenannte DDOs-Attacken lahmgelegt. Bei solchen Cyberangriffen werden Server durch eine Vielzahl von Anfragen überlastet, so dass Websites vorerst nicht mehr aufgerufen werden können.

Die Präsidentschaftswahl in Polen am Sonntag gilt als richtungsweisend. Ein Sieg des pro-europäischen Kandidaten Rafal Trzaskowski würde den Weg für die Reformen von Tusks Regierung frei machen. Mit dem Rechtsnationalisten Karol Nawrocki wäre dagegen eine Fortsetzung der Blockadepolitik des scheidenden Staatschefs Andrzej Duda zu erwarten.

In den Umfragen lag Trzaskowski, der derzeit Bürgermeister der Hauptstadt Warschau ist, zuletzt in Führung. Beobachter rechnen jedoch mit einem knappen Rennen, das sich vermutlich erst in der Stichwahl am 1. Juni entscheidet.

Am Donnerstag hatte das polnische Forschungsinstitut für Cybersicherheit bekannt gegeben, dass es russische Versuche der Einflussnahme auf die Wahl aufgedeckt habe. In den vergangen Monaten seien "neue Informationskampagnen" entdeckt worden, die darauf abzielten, den "Ablauf der Wahl zu destabilisieren". So seien hunderte Fake-Accounts im Onlinedienst X identifiziert worden. Dabei sei es oft um polarisierende Themen wie Sicherheit, Einwanderung und Außenpolitik gegangen.

D.Bruno--PV

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