Pallade Veneta - Kreml: Treffen Putins mit Selenskyj erst nach "Vereinbarung" mit Ukraine "möglich"

Kreml: Treffen Putins mit Selenskyj erst nach "Vereinbarung" mit Ukraine "möglich"


Kreml: Treffen Putins mit Selenskyj erst nach "Vereinbarung" mit Ukraine "möglich"
Kreml: Treffen Putins mit Selenskyj erst nach "Vereinbarung" mit Ukraine "möglich" / Foto: Gavriil GRIGOROV, Nhac NGUYEN - POOL/AFP

Die Regierung in Moskau knüpft ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj an die Bedingung, dass beide Länder zuvor eine "Vereinbarung" erzielen. Das sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow einen Tag nach den ersten direkten ukrainisch-russischen Gesprächen seit mehr als drei Jahren, bei denen es in der Frage einer Waffenruhe keine Annäherung gab. Am Samstag wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der Ukraine mindestens neun Menschen getötet.

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Peskow sagte vor Journalisten, Moskau halte ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj für "möglich" - aber nur als "Ergebnis der Arbeit" beider Seiten und nach Abschluss einer "Vereinbarung". Bei den ersten direkten Gesprächen seit mehr als drei Jahren hatten die Delegationen unter anderem über ein mögliches Treffen zwischen Putin und Selenskyj gesprochen. Die Ukraine war mit der Forderung nach einem solchen Treffen in die Gespräche gegangen. Der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski sagte nach dem Treffen, Moskau habe den Vorschlag "zur Kenntnis genommen".

Beide Seiten vereinbarten am Freitag zudem, jeweils 1000 Kriegsgefangene auszutauschen. Eine Fortsetzung der Gespräche zieht der Kreml nach Angaben von Peskow erst in Betracht, wenn der vereinbarte Gefangenenaustausch abgeschlossen ist. Erst einmal müsse das umgesetzt werden, "was die Delegationen gestern vereinbart haben", sagte der Kreml-Sprecher. Das sei "in erster Linie" der Gefangenenaustausch.

Unterdessen bezeichnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan das ukrainisch-russische Treffen in Istanbul als "extrem wichtig, um den Krieg zu beenden" und Frieden in der Region zu schaffen. "Um den Krieg zu beenden, müssen die Waffen schweigen und die Diplomatie sprechen", sagte er auf dem Rückflug von einem europäischen Gipfeltreffen in Tirana. Erdogan hatte Selenskyj am Freitag in Ankara empfangen.

Die Militärverwaltung der nordukrainischen Region Sumy erklärte, bei dem "zynischen Angriff" auf einen Kleinbus mit Zivilisten habe es neun Tote und fünf Verletzte gegeben. Der Bus sei auf dem Weg in die Regionalhauptstadt Sumy gewesen, als er nahe der Stadt Bilopillja beschossen wurde.

Russland greift die Grenzregion Sumy wieder verstärkt an, seitdem die ukrainische Armee im März aus der benachbarten russischen Region Kursk vertrieben worden war.

"Gestern hätte wie an jedem Tag in diesem Krieg die Möglichkeit bestanden, das Feuer einzustellen", erklärte Selenskyj nach dem Angriff. "Russland behält nur die Möglichkeit bei, weiter zu töten."

Zwei weitere Menschen starben in der südöstlichen Region Cherson bei einem russischen Angriff auf ein Wohngebiet und einen Lastwagen mit humanitärer Hilfe am Samstagmorgen. In der östlichen Region Charkiw an der Grenze zu Russland starben binnen 24 Stunden zwei Menschen bei russischen Angriffen, rund ein Dutzend weitere wurden verletzt. Drei Menschen starben am Freitag bei russischen Angriffen auf die Regionen Donezk und Cherson, während die Gespräche in Istanbul liefen.

Selenskyj bekräftigte seine Forderung nach schärferen Sanktionen gegen Russland. "Ohne stärkere Sanktionen, ohne stärkeren Druck auf Russland wird es keine echte Diplomatie dort geben", erklärte Selenskyj.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte mit Blick auf den Drohnenangriff auf den Kleinbus, er rechne mit einer Reaktion des US-Präsidenten Donald Trump. "Angesichts des Zynismus von Präsident Putin glaube ich, bin ich sogar sicher, dass Präsident Trump, besorgt um die Glaubwürdigkeit der USA, reagieren wird", sagte Macron.

Bereits am Freitag hatte Macron Russlands Verweigerung einer bedingungslosen Waffenruhe als "inakzeptabel" bezeichnet. Falls Russland sich weiterhin einem Waffenstillstand verweigere, würden die EU-Staaten in Abstimmung mit Washington neue Sanktionen vorbereiten.

D.Vanacore--PV

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