Pallade Veneta - Mehrere Tote bei türkischen Luftangriffen auf Kurdenmilizen im Irak und in Syrien

Mehrere Tote bei türkischen Luftangriffen auf Kurdenmilizen im Irak und in Syrien


Mehrere Tote bei türkischen Luftangriffen auf Kurdenmilizen im Irak und in Syrien
Mehrere Tote bei türkischen Luftangriffen auf Kurdenmilizen im Irak und in Syrien

Die türkische Luftwaffe hat bei Angriffen auf kurdische Stellungen in Syrien und im Irak mehrere Menschen getötet. Unter anderem wurden bei einem Angriff auf ein Kraftwerk bei al-Malikija in der syrischen Provinz Hassakeh am Dienstagabend nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte vier Sicherheitsleute getötet und mehrere Arbeiter verletzt. Im Irak wurden zwei Kämpfer aus dem Umfeld der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) durch türkische Luftangriffe getötet.

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Die Regierung in Ankara bestätigte Angriffe auf kurdische Stellungen im Irak und in Syrien, darunter auch in al-Malikija. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Rückzugsgebiete der PKK, die von Ankara ebenso als Terrororganisation eingestuft wird wie die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien. Ziele der Angriffe waren demnach Unterstände, Bunker, Höhlen, Tunnel und Munitionslager sowie mutmaßliche Kommandostellen und Ausbildungslager.

Die türkischen Streitkräfte feuerten nach Angaben der Beobachtungsstelle seit Dienstagabend mehr als 40 Raketen und Granaten auf die kurdisch kontrollierten Gebiete in Nordsyrien ab.

In den autonomen Kurdengebieten im Nordirak griffen türkische Streitkräfte PKK-Stellungen vor allem in den Regionen Machmur und Sindschar an. Eine der PKK nahestehende Gruppe gab den Tod von zwei Kämpfern bekannt. Zudem seien in einem Lager für kurdische Flüchtlinge aus der Türkei dutzende Menschen verletzt worden. Die türkische Regierung machte keine Angaben zu Toten oder Verletzten.

Bei einem weiteren Angriff am Mittwoch auf die türkisch besetzte Stadt Al-Bab in Nordsyrien wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle acht Menschen getötet, darunter fünf Zivilisten. Fast 30 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. In der Region sind sowohl kurdische Kämpfer als auch syrische Regierungstruppen stationiert.

"Die Türkei versucht, das fortzusetzen, was der Islamische Staat angefangen hat", erklärten die YPG auf Twitter. Sie bezogen sich damit auf einen Angriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Gefängnis in Hassakeh am 20. Januar. Bei dieser Attacke und den nachfolgenden Kämpfen zwischen Kurden und IS-Kämpfern wurden mehrere hundert Menschen getötet. In al-Malikija hatten am Dienstag hunderte Menschen an der Beisetzung getöteter kurdischer Kämpfer teilgenommen.

Die PKK wird von der Regierung in Ankara sowie den meisten westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft. Die Türkei betrachtet den Nordirak als Rückzugsraum der PKK und fliegt dort regelmäßig Angriffe. Im benachbarten Syrien läuft seit 2016 ein türkischer Militäreinsatz, der sich unter anderem gegen die YPG richtet. Ankara betrachtet die YPG, die beim Kampf gegen die IS-Miliz von den USA unterstützt wurden, als Ableger der PKK.

N.Tartaglione--PV

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