Pallade Veneta - Grüne in Baden-Württemberg küren Özdemir zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Grüne in Baden-Württemberg küren Özdemir zu Spitzenkandidat für Landtagswahl


Grüne in Baden-Württemberg küren Özdemir zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
Grüne in Baden-Württemberg küren Özdemir zu Spitzenkandidat für Landtagswahl / Foto: Ralf HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die Grünen in Baden-Württemberg haben den ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 8. März gekürt. Auf einer Landeswahlversammlung am Samstag in Heidenheim erhielt der 59-Jährige 194 von 200 abgegebenen Stimmen und damit 97 Prozent. Jeweils drei Delegierte enthielten sich beziehungsweise stimmten mit Nein. Özdemir war bis Anfang Mai Bundeslandwirtschaftsminister und nach dem Bruch der Ampelkoalition für ein knappes halbes Jahr zusätzlich Bundesbildungsminister.

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Im vergangenen Oktober hatte er angekündigt, als Spitzenkandidat seiner Partei in Baden-Württemberg zur Landtagswahl antreten zu wollen. Dafür verzichtete er auf eine neue Kandidatur für den Bundestag. Der derzeitige Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kandidiert nicht mehr. 2011 wurde er zum ersten und bisher einzigen Grünen-Ministerpräsidenten in Deutschland gewählt und ist seitdem an der Macht. Vorher regierte die CDU fast 60 Jahre lang.

Neben den Grünen bestimmte auch die CDU ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bereits. Sie wählte am vergangenen Wochenende in Stuttgart ihren Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel auf den ersten Platz der Landesliste.

Bei der AfD soll ab Ende Mai über den Spitzenkandidaten entschieden werden. Die SPD will ihre Landesliste am 5. Juli in Fellbach wählen. Für den Tag plant auch die FDP in Pforzheim ihre Wahlen. Die Linke folgt am 19. Oktober in Leinfelden-Echterdingen.

Umfragen zufolge könnte die CDU die Landtagswahl deutlich vor den Grünen gewinnen. Eine aktuelle Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Südwestrundfunk vom Mai sieht die Partei mit 31 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von der AfD mit 19 Prozent.

Auf den dritten Platz kämen die Grünen mit 20 Prozent vor der SPD mit zehn Prozent. Mit sieben beziehungsweise fünf Prozent wären die Linke und die FDP ebenfalls im Landtag vertreten. Das BSW würde mit vier Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern.

M.Jacobucci--PV

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