Pallade Veneta - 40 Jahre nach Heysel-Katastrophe: Fans gedenken in Brüssel der Toten

40 Jahre nach Heysel-Katastrophe: Fans gedenken in Brüssel der Toten


40 Jahre nach Heysel-Katastrophe: Fans gedenken in Brüssel der Toten
40 Jahre nach Heysel-Katastrophe: Fans gedenken in Brüssel der Toten / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP

40 Jahre nach der Stadionkatastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion haben Fußballfans und Behördenvertreter der dutzenden Todesopfer gedacht. Wie ein AFP-Journalist berichtete, nahmen am Donnerstag rund 200 Menschen an der Zeremonie in der belgischen Hauptstadt teil, darunter die Botschafter Italiens und Großbritanniens sowie zahlreiche Anhänger des italienischen Fußballklubs Juventus Turin.

Textgröße ändern:

Bei der Heysel-Katastrophe waren 1985 vor dem Europapokalfinale zwischen Juventus und dem englischen Klub FC Liverpool bei einer Massenpanik vor allem italienische Fans getötet worden. Insgesamt starben 39 Menschen.

Vor Anpfiff hatten Männer aus dem Block der Liverpool-Fans den Nachbarblock gestürmt, in dem sich hauptsächlich Juventus-Fans befanden. Durch das Zurückweichen der Menge wurden zahlreiche Menschen gegen eine Stadionmauer gequetscht. Unter dem Druck gab die Mauer schließlich nach und begrub Fans unter sich. Bei der anschließenden Massenpanik wurden weitere Menschen zu Tode getrampelt und hunderte weitere verletzt.

Nach der Katastrophe wurden zunächst die Liverpooler Anhänger verantwortlich gemacht, später gerieten jedoch auch die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen im Stadion in den Fokus.

Die Heysel-Katastrophe löste ein grundlegendes Umdenken bei der Austragung von Fußballspielen bei. Die Sicherheitsbestimmungen in europäischen Stadien wurden zum Teil massiv verschärft, unter anderem wurden bei internationalen Partien Stehplätze verboten.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Verfassungsschutz in Niedersachsen stuft AfD zum Beobachtungsobjekt hoch

Der Landesverfassungsschutz in Niedersachsen hat die dortige AfD zum "Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung" hochgestuft. Landesinnenministerin Daniela Behrens (SPD) erklärte am Dienstag in Hannover, nach der Bewertung des Verfassungsschutzes sei die niedersächsische AfD "eindeutig" dem Phänomenbereich Rechtsextremismus zuzuordnen. Die Neubewertung entspricht aber nach Angaben einer Ministeriumssprecherin nicht der Einstufung als gesichert rechtsextremistisch.

Tarique Rahman als neuer Regierungschef von Bangladesch vereidigt

Wenige Tage nach der Parlamentswahl in Bangladesch ist der Vorsitzende der Bangladesh Nationalist Party (BNP), Tarique Rahman, als Regierungschef vereidigt worden. Er werde die Aufgaben des Amtes gewissenhaft erledigen, sagte der 60-jährige Rahman am Dienstag bei seiner Vereidigung vor dem Parlament, die im Staatsfernsehen übertragen wurde.

Macron nahestehende Diplomatin wird Leitung von Pariser Kulturinstitut übernehmen

Nach dem Rücktritt des Direktors eines renommierten Pariser Kulturinstituts wegen dessen Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist eine französische Diplomatin zu seiner Nachfolgerin ernannt worden. Die 46-jährige Anne-Claire Legendre, bislang Beraterin des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für Nordafrika und den Nahen Osten, wird die neue Leiterin des Instituts der arabischen Welt (IMA), wie das Institut am Dienstag bestätigte. Damit wird erstmals eine Frau das 1987 gegründete Institut führen.

Beschwerde gegen Mietpreisbremse scheitert vor Bundesverfassungsgericht

Eine Berliner Vermieterin ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Beschwerde gegen die Mietpreisbremse gescheitert. Karlsruhe sah nach Angaben vom Dienstag keine Verletzung von Grundrechten. Konkret ging es um die Verlängerung der Mietpreisbremse im Jahr 2020, im Sommer war eine weitere Verlängerung bis Ende 2029 beschlossen worden. Per Verordnung können so Landesregierungen Gebiete festlegen, in denen Mieterhöhungen bei Wiedervermietungen begrenzt werden.

Textgröße ändern: