Pallade Veneta - Israels Armee: Iran näherte sich laut Geheimdienst bei Atomprogramm unumkehrbarer Schwelle

Israels Armee: Iran näherte sich laut Geheimdienst bei Atomprogramm unumkehrbarer Schwelle


Israels Armee: Iran näherte sich laut Geheimdienst bei Atomprogramm unumkehrbarer Schwelle
Israels Armee: Iran näherte sich laut Geheimdienst bei Atomprogramm unumkehrbarer Schwelle / Foto: - - UGC/AFP

Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf den Iran damit begründet, dass sich die Islamische Republik bei ihrem Atomprogramm einer unumkehrbaren Schwelle genähert habe. In den vergangenen Monaten hätten "die gesammelten Geheimdienstinformationen Beweise dafür geliefert, dass sich das iranische Regime dem Punkt ohne Wiederkehr nähert", erklärte die israelische Armee am Freitag zu ihrem Militäreinsatz gegen den Iran. Die diesbezüglichen Bemühungen seien so weit gediehen, dass es der Führung in Teheran möglich geworden sei, "Uran auf militärisches Niveau anzureichern, wodurch das Regime in der Lage wäre, innerhalb kurzer Zeit eine Atomwaffe zu erhalten".

Textgröße ändern:

Israel hatte am frühen Morgen mehrere Ziele im Iran angegriffen, darunter in der Hauptstadt Teheran und in der Atomanlage Natans. Iranischen Medienberichten zufolge wurden bei den Angriffen der iranische Armeechef Mohammed Bagheri und der Chef der Revolutionsgarden, Hossein Salami, getötet. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei drohte Israel mit folgenschweren Konsequenzen.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte, bei seinem "sehr erfolgreichen" Angriff gegen den Iran habe Israel "das Herz" des iranischen Atomprogramms zur Anreicherung von Uran getroffen. Zudem sei "das Herz von Irans Programm für ballistische Raketen" getroffen worden. Der Armeesprecher Effie Defrin sagte, israelische Kampfflugzeuge hätten auch iranische Luftabwehrsysteme "angegriffen und beschädigt".

Defrin erklärte, Israel sehe eine dreifache Bedrohung durch den Iran. Erstens sei der Iran "auf dem Weg zu einer Atombombe", sagte der Armeesprecher. "Wir enthüllen jetzt zum ersten Mal auf der Grundlage geheimdienstlicher Erkenntnisse, dass das iranische Regime ein geheimes Programm gestartet hat", sagte er. Im Zuge dieses Programms hätten führende Atomwissenschaftler im Iran "heimlich Experimente" vorgenommen, um "alle notwendigen Bestandteile für den Bau einer Atomwaffe" zu entwickeln.

"Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass das iranische Regime daran arbeitet, in naher Zukunft Atomwaffen zu erlangen", sagte Defrin.

Der zweite Teil der Bedrohung bestehe darin, dass der Iran tausende ballistische Raketen baue und den Plan verfolge, deren Zahl "zu verdoppeln und zu verdreifachen", führte der israelische Armeesprecher aus. Der dritte Teil sei der Einfluss der Islamischen Republik im Nahen Osten: "Das iranische Regime bewaffnet, finanziert und dirigiert weiterhin seine Stellvertreter im gesamten Nahen Osten gegen den Staat Israel", sagte Defrin. "Das Ziel unseres Einsatzes ist die Beseitigung der Bedrohung."

In einer weiteren Erklärung verwies die israelische Armee auf Geheimdienstmaterial, demzufolge das "iranische Regime einen konkreten Plan zur Zerstörung des Staates Israel" hat. Israel sei deshalb "keine andere Wahl" geblieben. "Die israelischen Streitkräfte sind verpflichtet, zum Schutz der Bürger des Staates Israel zu handeln, und werden dies auch weiterhin tun", erklärte die Armee.

Israel sieht sich seit Jahrzehnten vom Iran in seiner Existenz bedroht. Der Iran sei "mehr denn je entschlossen, seine Vision der Zerstörung Israels zu verwirklichen", erklärte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Freitag nach den israelischen Angriffen.

Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, an Atomwaffen zu bauen. Teheran bestreitet die Vorwürfe. Ende Mai war ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) öffentlich geworden, wonach der Iran seinen Bestand von auf 60 Prozent angereichertem Uran in den vergangenen drei Monaten stark erhöhte. Für den Bau von Atomwaffen wird ein Anreicherungsgrad von etwa 90 Prozent benötigt.

Der Iran führt zudem die von ihm gegründete und gegen Israel und die USA gerichtete "Achse des Widerstands" an. Dazu gehören die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen, die Huthis im Jemen und islamistische Milizen im Irak. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Mindestens eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist mindestens ein Mensch getötet worden. Eine Frau sei tot geborgen worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden. "Einsatzkräfte löschen das Feuer und suchen nach Menschen, die möglicherweise noch im Gebäude eingeschlossen sind", fügte er hinzu.

Rückzug auf Raten: Spahn verzichtet nach Kritik auf Sitz im Haushaltsausschuss

Rückzug auf Raten: Erst im Juli ist Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion zurückgetreten. Nun legt er auch sein darauf angenommenes Amt im mächtigen Haushaltsausschuss des Bundestags nieder. Grund ist erneut Privates: Spahn war in die Kritik geraten, weil er bei einer Ausschuss-Sitzung fehlte und Bilder ihn im Urlaub zeigten.

Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten

Bei den fünf Männern, die wegen möglicher Anschlagspläne in der Nähe eines auch von den USA genutzten britischen Luftwaffenstützpunktes festgenommen wurden, handelt es sich nach Behördenangaben um britische Staatsbürger. Die Männer zwischen 23 und 25 Jahren wohnen alle in London, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die iranische Botschaft in London wies Berichte über eine Verwicklung Teherans "kategorisch" zurück.

Gericht: Polizeibewerber darf nicht wegen Harnsteins abgelehnt werden

Ein Polizeibewerber darf einer Gerichtsentscheidung zufolge wegen eines einmaligen Harnsteins nicht abgelehnt werden. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster wies laut Mitteilung vom Montag die Beschwerde des Landes gegen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen zurück. Das Land habe kein konkretes Gesundheitsrisiko des Bewerbers aufgezeigt, das eine bestehende Verwendungseinschränkung aus Gründen der Fürsorgepflicht des Dienstherrn rechtfertigen würde, hieß es.

Textgröße ändern: