Pallade Veneta - Trotz Nahost-Konflikt: Ölpreise sinken wieder leicht

Trotz Nahost-Konflikt: Ölpreise sinken wieder leicht


Trotz Nahost-Konflikt: Ölpreise sinken wieder leicht
Trotz Nahost-Konflikt: Ölpreise sinken wieder leicht / Foto: - - AFP

Trotz des anhaltenden militärischen Konflikts zwischen Israel und dem Iran sind die Ölpreise am Montag leicht gesunken. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am späten Montagvormittag in London rund 73,50 Euro - knapp ein Prozent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate ging um knapp 0,9 Prozent auf knapp 72,40 Euro zurück.

Textgröße ändern:

Israel hatte in der Nacht zum Freitag einen beispiellosen Großangriff auf den Iran gestartet, Atomanlagen und militärische Einrichtungen des Landes bombardiert und zahlreiche ranghohe Militärs getötet. Der Iran reagierte mit Vergeltungsangriffen und attackiert Israel seitdem mit Raketen und Drohnen. Der Ölpreis stieg daraufhin kräftig an.

Die Tatsache, dass sich der Konflikt über das Wochenende nicht auf andere Länder ausweitete, beruhigte jedoch die Märkte. Bei einer Ausweitung des Konflikts könnte die Straße von Hormus blockiert werden, was laut Analysten bis zu 20 Prozent der weltweiten Ölströme beeinträchtigen würde. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.

Auch dass die USA selbst bislang nicht direkt in den Konflikt eingegriffen haben, wurde als positives Zeichen gewertet. US-Präsident Donald Trump hatte Israel und den Iran aufgefordert, "eine Einigung zu erzielen". Es sei "möglich", dass die USA selbst aktiv würden, aber "zu diesem Zeitpunkt" sei dies nicht geplant, fügte er hinzu.

Bisher habe Israel die Energieexportanlagen des Iran nicht ins Visier genommen, was bedeuten könne, dass das Land "Donald Trumps Wunsch" nach niedrigeren Ölpreisen respektiere, erklärte der SEB-Analyst Bjarne Schieldrop. Trump hatte wiederholt niedrigere Ölpreise gefordert. "Es wäre sehr frustrierend für ihn, wenn Israel damit beginnen würde, die Exportanlagen des Iran zu sprengen", erklärte Schieldrop.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Guterres fordert bei Besuch in Damaskus Ende aller Syrien-Sanktionen

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei einem zweitägigen Besuch in Syrien eine vollständige Aufhebung aller gegen das vom Bürgerkrieg gezeichnete Land verhängten Sanktionen gefordert. Guterres begrüßte am Sonntag in Damaskus "die Maßnahmen, die zu einer Lockerung der Sanktionen geführt haben". Allerdings müssten "alle Sanktionen unverzüglich aufgehoben werden", forderte er beim ersten Besuch eines UN-Chefs in Syrien seit 2009. Israels Vorgehen an den Golanhöhen kritisierte Guterres scharf.

Merz richtet Appell an queere Gemeinschaft: "Lassen Sie sich nicht einschüchtern"

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an die queeren Menschen im Land gewandt. "Ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Days hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland zurufen: Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern", sagte Merz am Sonntagnachmittag vor der Berliner Marienkirche kurz vor Beginn eines Trauergottesdiensts.

Kiew: Russland will weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea für Ukraine-Krieg

Russland will nach ukrainischen Angaben weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea im Ukraine-Krieg einsetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky warnte vor einer "Bedrohung" nicht nur für die Ukraine. Nach dem Abschuss einer weiteren Drohne im Luftraum über dem EU- und Nato-Mitglied Rumänien machten Bukarest und die Nato Russland verantwortlich. Ukraine und Russland meldeten derweil insgesamt mehr als 20 Todesopfer bei neuen gegenseitigen Angriffen am Wochenende.

"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor Kritik wegen der Kabinettsumbildung in Schutz genommen. Bei seiner Entscheidung zur Neubesetzung von Ministerposten habe Merz "angemessen" gehandelt, sagte Söder am Sonntag im "Sommerinterview" des ZDF. Dass Merz' "Wunschkandidat" für das Verkehrsministerium kurzfristig abgesagt habe, sei nicht dem Kanzler anzulasten: "Da liegt die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler. Das hätte vielleicht der Kollege vorher sich überlegen sollen."

Textgröße ändern: