Pallade Veneta - Mehr Hardliner in AfD: Zahl von Rechtsextremisten in Baden-Württemberg gestiegen

Mehr Hardliner in AfD: Zahl von Rechtsextremisten in Baden-Württemberg gestiegen


Mehr Hardliner in AfD: Zahl von Rechtsextremisten in Baden-Württemberg gestiegen
Mehr Hardliner in AfD: Zahl von Rechtsextremisten in Baden-Württemberg gestiegen / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die Zahl der Rechtsextremisten in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr um rund 28 Prozent gestiegen. 2024 zählten die Sicherheitsbehörden 3140 Menschen zu der Szene, wie das Landesinnenministerium am Donnerstag in Stuttgart zur Veröffentlichung des Verfassungsschutzberichts mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 2460 gewesen. Grund für den Anstieg sei ein Zuwachs an Extremisten innerhalb des Landesverbands der AfD, hieß es.

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Gleichzeitig sei die Szene für Jugendliche attraktiv. Diese Entwicklung habe sich 2024 verstärkt. Es habe mehr öffentliche rechtsextremistische Veranstaltungen und Gründungen von rechtsextremistischen Jugendorganisationen gegeben. Themen der Jugendgruppen seien vor allem Migration und Hetze gegen queere Menschen.

Rund 800 Menschen in der rechtsextremistischen Szene gelten als gewaltbereit. Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten stieg innerhalb von einem Jahr von 1877 auf 256 an9. Dabei gab es vor allem mehr Propagandadelikte. 2024 gab es 54 rechtsextremistische Gewalttaten, vier mehr als im Vorjahr.

"Rechtsextremismus ist kein Randphänomen. Es ist ein reales Risiko für die öffentliche Sicherheit", erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Zu den sogenannten Reichsbürgern zählen die Behörden mittlerweile rund 4200 Menschen. Etwa zehn Prozent davon gelten als gewaltorientiert.

Im Bereich Linksextremismus verzeichneten die Behörden 342 Straftaten. Die Zahl der linksextremistischen Gewalttaten stieg von 28 auf 34. Vor allem während des Wahlkampfs für die Kommunal- und Europawahl habe es zahlreiche Sachbeschädigungen gegeben. Zur linksextremen Szene zählen die Behörden rund 2700 Menschen. 850 davon gelten als gewaltbereit.

Das Innenministerium warnte auch vor zunehmender Radikalisierung junger Menschen im Bereich Islamismus. In Baden-Württemberg hatte vor allem der Fall einer Messerattacke von Mannheim, bei der ein Polizist getötet wurde, für Aufsehen. Der islamistischen Szene gehören laut Bericht rund 4020 Menschen an. Zur salafistischen Szene gehören rund 1350 Menschen.

J.Lubrano--PV

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