Pallade Veneta - Kaliforniens Gouverneur verklagt Fox News wegen Falschdarstellung zu Nationalgarde-Einsatz

Kaliforniens Gouverneur verklagt Fox News wegen Falschdarstellung zu Nationalgarde-Einsatz


Kaliforniens Gouverneur verklagt Fox News wegen Falschdarstellung zu Nationalgarde-Einsatz
Kaliforniens Gouverneur verklagt Fox News wegen Falschdarstellung zu Nationalgarde-Einsatz / Foto: Matthew Hatcher - AFP/Archiv

Wegen mutmaßlicher Falschberichterstattung im Zusammenhang mit dem Streit um die Entsendung der Nationalgarde nach Los Angeles hat der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom den konservativen US-Sender Fox News auf hunderte Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Hinsichtlich eines Telefongesprächs zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump habe Fox News "absichtlich die Tatsachen" verdreht, um ihn als "Lügner" darzustellen, legte Newsom in seiner Klage dar.

Textgröße ändern:

Er fordert 787 Millionen Dollar (672 Millionen Euro) von dem Sender. Seine Anwälte erklärten in einem Brief an Fox News, Newsom werde auf seine Forderung verzichten, wenn der Sender seine Darstellung widerrufe und sich öffentlich dafür entschuldige.

In der Klage geht um ein Telefonat zwischen Newsom und Trump, das an dem Abend stattgefunden haben soll, bevor der Präsident wegen teils gewaltsamer Proteste gegen seine Migrationspolitik die Nationalgarde nach Los Angeles entsandte. Teil der politischen Auseinandersetzung über die umstrittene Entsendung ist die Frage, ob Trump den demokratischen Gouverneur von Kalifornien vorab über seine Entscheidung informiert hatte oder nicht.

Newsoms Entschädigungsforderung entspricht der enormen Summe, die Fox News an den Wahlmaschinen-Hersteller Dominion Voting zahlte, um einen Verleumdungsprozess zu verhindern. Der Sender hatte wiederholt ohne jeden Beleg behauptet, zu Trumps Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 gegen Joe Biden hätten mangelhafte Wahlmaschinen beigetragen.

"Wenn Fox News das amerikanische Volk im Namen von Donald Trump belügen will, muss es die Konsequenzen tragen wie im Fall Dominion", erklärte Newsom. Der konservative Sender nannte die Klage des Gouverneurs "aussichtslos" und warf Newsom vor, damit die Meinungsfreiheit einschränken zu wollen.

Sowohl Newsom als auch das Weiße Haus haben bestätigt, dass das Telefonat in der Nacht zum 7. Juni stattgefunden hat - wenige Stunden, bevor Trump die Entsendung der Nationalgarde nach Los Angeles öffentlich ankündigte. Zum Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Newsom beteuert aber, dass von dem Nationalgarde-Einsatz keine Rede gewesen sei.

Drei Tage später, nachdem auch noch 700 Marineinfanteristen der US-Armee in L.A. eingetroffen waren, hatte Trump versichert, er habe über diese Entscheidung am Vorabend mit Newsom gesprochen. Der Gouverneur wies diese Darstellung umgehend zurück. "Es gab keinen Anruf. Nicht einmal eine Sprachnachricht", schrieb Newsom, der als demokratischer Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2028 gehandelt wird, damals im Onlinedienst X.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Münchner Sicherheitskonferenz zu Ende gegangen

Mehr als tausend Gäste, hunderte Diskussionsrunden, Reden und bilaterale Treffen: Die dreitägige Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ist am Sonntagmittag zu Ende gegangen. MSC-Leiter Wolfgang Ischinger sagte in seiner Abschlussrede, bei dem Treffen sei ein "größerer Geist der europäischen Entschlossenheit" zu spüren gewesen, die gemeinsamen Werte zu verteidigen.

Warken im Grundsatz offen für breitere Beitragsbasis für Krankenkassen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist im Grundsatz offen für den SPD-Vorschlag, die Beitragseinnahmen für die gesetzlichen Krankenkassen auf eine breitere Basis zu stellen. Allerdings müsse dies "Teil eines Gesamtpakets" sein, sagte Warken der "Welt am Sonntag". "Es kann nicht allein damit getan sein, dass wir nur die Einnahmenseite ausweiten", hob sie hervor.

Iran fordert vor geplanten Atomgesprächen mit USA in Genf Ende der Sanktionen

Vor den für die kommenden Tage geplanten Gesprächen mit den USA über sein Atomprogramm hat der Iran ein Ende der US-Sanktionen gefordert. Dies sei die Voraussetzung für einen Kompromiss hinsichtlich seiner Bestände an hochangereichertem Uran, erklärte der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi am Sonntag. Die Gespräche unter Vermittlung des Oman sollen in Genf stattfinden. US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf Teheran erhöht und Flugzeugträger in die Region entsandt.

US-Außenminister Rubio zu Besuch in der Slowakei eingetroffen

Nach seinem Auftritt auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Außenminister Marco Rubio seinen Besuch am Sonntag in der Slowakei fortgesetzt. Bei dem nur wenige Stunden dauernden Aufenthalt in der Hauptstadt Bratislava will er den slowakischen Regierungschef Robert Fico treffen. Anschließend will Rubio nach Ungarn reisen, wo am Montag ein Gespräch mit Ministerpräsident Viktor Orban geplant ist.

Textgröße ändern: