Pallade Veneta - Regierungskoalition in Chile nominiert Kommunistin als Präsidentschaftskandidatin

Regierungskoalition in Chile nominiert Kommunistin als Präsidentschaftskandidatin


Regierungskoalition in Chile nominiert Kommunistin als Präsidentschaftskandidatin
Regierungskoalition in Chile nominiert Kommunistin als Präsidentschaftskandidatin / Foto: RODRIGO ARANGUA - AFP

Bei den Präsidentschaftsvorwahlen des regierenden Linksbündnisses in Chile hat sich die frühere Arbeitsministerin Jeannette Jara von der Kommunistischen Partei mit deutlichem Vorsprung gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt. Nach Angaben der Wahlbehörde entfielen auf die 51-jährige Juristin nach Auszählung fast aller Stimmen 60 Prozent der Stimmen. Erstmals in der Geschichte des Landes schickt damit ein Bündnis ein Mitglied der Kommunistischen Partei für das Präsidentenamt ins Rennen.

Textgröße ändern:

Die Vorwahlen zu der im Herbst stattfinden Präsidentschaftswahl standen sowohl den Mitgliedern der regierenden Linkskoalition von Präsident Gabriel Boric als auch anderen Wählern offen. Die Wahlbeteiligung war aber gering: Von den 15 Millionen Wahlberechtigten gaben nur knapp über 1,3 Millionen ihre Stimme ab.

Die Amtszeit des seit 2022 regierenden Boric endet 2026. Der 39-jährige Linkspolitiker kann nicht zur Wiederwahl antreten, da ihm verfassungsmäßig eine zweite Amtszeit in Folge verwehrt ist.

Jara, eine erfahrene Juristin, hat sich als Arbeitsministerin unter Boric vor allem mit zwei wichtigen Reformen einen Namen gemacht: der Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden und der Rentenreform.

Die erste Runde der Präsidentschaftswahl ist für den 16. November geplant. Erhält dabei kein Kandidat die erforderliche Mehrheit, treten die beiden Bestplatzierten am 14. Dezember in einer Stichwahl gegeneinander an.

Für Vorwahlen hatte sich nur die Regierungskoalition entschieden, die anderen politischen Parteien bestimmten ihre Kandidaten intern. Die Kandidaten der anderen politischen Lager stehen noch nicht fest, es wird aber erwartet, dass Jara bei der Präsidentschaftswahl gegen den ultrakonservativen José António Kast und die rechtsgerichtete Abgeordnete Evelyn Matthei antritt.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

CDU-Generalsekretärin Hoppermann warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linker in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt - und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. "Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen", sagte Hoppermann der "Rheinische Post" vom Montag. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch.

Serbiens Präsident Vucic tritt zurück: Weg frei für Kandidatur als Regierungschef

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic ist zurückgetreten - und widmet sich nun seiner Kandidatur für das Amt des Regierungschef bei der Wahl Ende Oktober. Im Präsidentenpalast in Belgrad unterzeichnete Vucic am Sonntag vor Journalisten seine Rücktrittsurkunde. "Morgen früh werde ich meine Amtsgeschäfte an die Parlamentspräsidentin übergeben", kündigte der konservativ-nationalistische Politiker an. Vor dem Palast versammelte Anhänger skandierten Vucic' Namen.

Senatswahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen Sitze hinzu

Bei Teilwahlen zum französischen Senat hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) einen Erfolg erzielt. Bei den Abstimmungen am Sonntag eroberte sie neun neue Mandate. Zusammen mit seiner Partnerpartei UDR wird der RN künftig 14 Senatoren stellen und damit erstmals eine Fraktion im Oberhaus bilden können.

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Textgröße ändern: