Pallade Veneta - Leiter von UN-Entwicklungsprogramm wirbt für weitere Hilfsgelder

Leiter von UN-Entwicklungsprogramm wirbt für weitere Hilfsgelder


Leiter von UN-Entwicklungsprogramm wirbt für weitere Hilfsgelder
Leiter von UN-Entwicklungsprogramm wirbt für weitere Hilfsgelder / Foto: Pierre-Philippe MARCOU - AFP

Der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, Haoliang Xu, hat angesichts von Krisen und Konflikten weltweit für weitere Entwicklungsfinanzierung geworben. "Internationale Entwicklungszusammenarbeit ist von größter Bedeutung, um die Grundlagen für Frieden zu schaffen", sagte Xu der Nachrichtenagentur AFP im Vorfeld der am Montag startenden vierten UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung im südspanischen Sevilla. Investitionen in Entwicklungshilfe, Handel und Verteidigung seien kein "Nullsummenspiel".

Textgröße ändern:

Es sei im Interesse der wohlhabenden Staaten, ärmere Länder zu unterstützen, betonte Xu. "Krisen in einem Teil der Welt werden Auswirkungen auf andere Teile der Welt haben, die derzeit wohlhabend und stabil sind", sagte der chinesische Diplomat. "Grundlagen für Frieden zu schaffen, in fragile Staaten zu investieren, hilft, die Belastung in Ländern zu senken, wo es Herausforderungen wie beispielsweise die Migration gibt."

Zahlreiche Länder - allen voran die USA unter Präsident Donald Trump - haben ihre Mittel für internationale Hilfen drastisch zusammengestutzt. Derweil investieren viele Staaten massiv in die Verteidigung, die europäischen Staaten insbesondere als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

UNDP-Chef Xu sagte der AFP, die weltweiten Verteidigungsausgaben seien im vergangenen Jahr auf 2,7 Billionen Dollar (2,3 Billionen Euro) angestiegen. Dies sei ein Zuwachs um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Haoliang Xu leitet seit Mitte Juni geschäftsführend das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Zuvor hatte der langjährige UNDP-Chef Achim Steiner die Leitung nach acht Jahren im Amt abgegeben.

Bei der vierten UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung soll ein neuer globaler Finanzrahmen ausgehandelt werden, um die Nachhaltigkeitsziele der UNO wie Armuts- und Hungerbekämpfung, Klimaschutz und Gesundheit inmitten eines Spardrucks zu erreichen. Das Ziel des viertägigen Treffens in Sevilla ist ein Abkommen zur Entwicklungsfinanzierung.

Erwartet werden UN-Generalsekretär António Guterres und dutzende Staats- und Regierungschefs. Die deutsche Delegation wird von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) geleitet.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Bericht: Fast jeder zweite Rentner muss Steuern nachzahlen

Fast jeder zweite Rentner in Deutschland muss nach der Steuererklärung Geld an das Finanzamt überweisen. Einer Auswertung des Steuererklärungsanbieters smartsteuer zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben) vorlag, mussten rund 41 Prozent der ausgewerteten Rentner Steuern nachzahlen. Im Durchschnitt waren 1326 Euro fällig. In der Hälfte aller Fälle lag die Nachzahlung allerdings bei höchstens 499 Euro.

Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz

Die Demokratische Partei im US-Bundesstaat Maine hat einen neuen Senatskandidaten bestimmt, nachdem sich der ursprüngliche Kandidat Graham Platner nach Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Rennen zurückgezogen hatte. Die Delegierten auf einem Nominierungsparteitag stimmten am Samstag (Ortszeit) für den früheren Präsidenten des Senats von Maine, Troy Jackson. Er soll nun gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins antreten.

Bolsonaro-Sohn Flávio zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro, Flávio Bolsonaro, ist offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Oktober gekürt worden. Der Senator wurde am Samstag beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer des linken Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva ernannt. "Hier fließt das Blut von Bolsonaro", sagte der 45-Jährige und schlug sich dabei auf den Arm.

Mindestens 20 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern insgesamt mindestens 20 Menschen getötet worden. Russische Behörden meldeten am Samstag zwölf Tote im russisch besetzten Teil Saporischschjas sowie drei weitere Tote in anderen Regionen. Von ukrainischer Seite wurden insgesamt fünf Todesopfer gemeldet. Die Ukraine griff zudem eine Ölraffinerie in Sibirien an. Derweil rief Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew Kremlchef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe auf.

Textgröße ändern: