Pallade Veneta - Berlin, Paris und London verurteilen "Drohungen" gegen IAEA-Chef

Berlin, Paris und London verurteilen "Drohungen" gegen IAEA-Chef


Berlin, Paris und London verurteilen "Drohungen" gegen IAEA-Chef
Berlin, Paris und London verurteilen "Drohungen" gegen IAEA-Chef / Foto: HELMUT FOHRINGER - APA/AFP

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die von einer iranischen Zeitung verbreiteten "Drohungen" gegen den Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, verurteilt. "Wir fordern die iranischen Behörden auf, von Schritten abzusehen, die die Zusammenarbeit mit der IAEA beenden könnten", heißt es in der am Montag veröffentlichten Erklärung der Außenminister der sogenannten E3-Gruppe, Johann Wadephul, Jean-Noël Barrot und David Lammy.

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Die Unterzeichner mahnten den Iran, die vollständige Zusammenarbeit unverzüglich wieder aufzunehmen und dabei die Sicherheit des IAEA-Personals zu gewährleisten.

Die ultra-konservative iranische Zeitung "Kayhan" hatte Grossi unter Bezug auf Israel beschuldigt, "Spion des zionistischen Regimes" zu sein, und dessen Hinrichtung gefordert. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amir Saeid Iravani, erklärte am Sonntag, dass es "keine Bedrohung" gegen Grossi oder die Inspektoren gebe. Die Inspektoren im Iran seien in Sicherheit.

Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und dies mit dem fortgeschrittenen iranischen Atom- und Raketenprogramm begründet. Die israelische Armee griff vor allem iranische Atom- und Militäranlagen an mit dem erklärten Ziel, den Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Der Iran bestreitet, nach der Atombombe zu streben.

Der Iran attackierte Israel danach seinerseits mit Raketen und Drohnen. Nach zwölf Tagen gegenseitiger Angriffe und der Bombardierung iranischer Atomanlagen durch die USA war am Dienstag eine Waffenruhe in Kraft getreten.

Grossi hatte nach den Angriffen Zugang zu den beschädigten Anlagen gefordert, um die iranischen Bestände an angereichertem Uran überprüfen zu können. Die Regierung in Teheran lehnt dies ab. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verurteilte die "boshaften Absichten" Grossis.

A.Graziadei--PV

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