Pallade Veneta - Gericht: Sexualstraftäter darf trotz Psychose in Türkei abgeschoben werden

Gericht: Sexualstraftäter darf trotz Psychose in Türkei abgeschoben werden


Gericht: Sexualstraftäter darf trotz Psychose in Türkei abgeschoben werden
Gericht: Sexualstraftäter darf trotz Psychose in Türkei abgeschoben werden / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Ein verurteilter Sexualstraftäter darf in die Türkei abgeschoben werden, obwohl er an einer Psychose leidet. Er sei eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, erklärte das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Dienstag. Es lehnte den Eilantrag des Türken gegen die Stadt Moers ab.

Textgröße ändern:

Der Mann verbüßt wegen des jahrelangen sexuellen Missbrauchs seiner minderjährigen Stieftochter eine Haftstrafe. Auch nach seiner bevorstehenden Entlassung aus dem Gefängnis muss er eine elektronische Fußfessel tragen, wie das Gericht ausführte. Er wurde ausgewiesen.

Die öffentliche Sicherheit wiegt hier dem Eilbeschluss zufolge schwerer als das Interesse des Manns und seiner Familie. Der Mann hält sich seit etwa 30 Jahren rechtmäßig in Deutschland auf. Er verweigerte weitgehend, seine Krankheit behandeln zu lassen.

Eine solche Therapie sei auch in der Türkei möglich, erklärte das Gericht. Die Ausweisung sei rechtens. Nach seiner Ausreise gilt für den Mann für zehn Jahre ein Einreise- und Aufenthaltsverbot.

Ob er tatsächlich noch vor Ende seiner Zeit im Gefängnis abgeschoben werden könne, hänge davon ab, ob die türkischen Behörden ihm das notwendige Passersatzpapier ausstellten.

Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde erhoben werden, über die das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheiden würde.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Bolsonaro-Sohn Flávio zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt

Der Sohn von Brasiliens ultrarechtem Ex-Staatschef Jair Bolsonaro, Flávio Bolsonaro, ist offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Oktober gekürt worden. Der Senator wurde am Samstag beim Parteitag seiner rechtsgerichteten Liberalen Partei in São Paulo zum Herausforderer des linken Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva ernannt. "Hier fließt das Blut von Bolsonaro", sagte der 45-Jährige und schlug sich dabei auf den Arm.

Mindestens 20 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine

Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind in beiden Ländern insgesamt mindestens 20 Menschen getötet worden. Russische Behörden meldeten am Samstag zwölf Tote im russisch besetzten Teil Saporischschjas sowie drei weitere Tote in anderen Regionen. Von ukrainischer Seite wurden insgesamt fünf Todesopfer gemeldet. Die Ukraine griff zudem eine Ölraffinerie in Sibirien an. Derweil rief Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew Kremlchef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe auf.

Indische Kakerlaken-Bewegung verkündet Einigung mit Regierung und beendet Proteste

Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat sich nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem mit der Regierung geeinigt und ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen "akzeptiert", erklärte CJP-Sprecher Ashutosh Ranka am Samstag und rief zu einem Ende der Proteste auf. Kurz zuvor hatte Bildungsminister Dharmendra Pradhan seinen Rücktritt verkündet und damit eine der Forderungen der Protestbewegung erfüllt.

Kasachischer Präsident fordert Putin zu Stopp der Kämpfe in der Ukraine auf

Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat Kreml-Chef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe in der Ukraine aufgefordert. Bei einem russisch-kasachischen Gipfel im sibirischen Omsk schlug er am Samstag im Beisein Putins ein "Einfrieren" des Konflikts vor. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat aber nie Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.

Textgröße ändern: