Pallade Veneta - Hitzewelle: Linken-Chef fordert Saison-Kurzarbeitergeld auf dem Bau

Hitzewelle: Linken-Chef fordert Saison-Kurzarbeitergeld auf dem Bau


Hitzewelle: Linken-Chef fordert Saison-Kurzarbeitergeld auf dem Bau
Hitzewelle: Linken-Chef fordert Saison-Kurzarbeitergeld auf dem Bau / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

Angesichts der Hitzewelle in Deutschland mit Temperaturen von örtlich bis zu 40 Grad Celsius hat die Linke ein besseren Arbeitsschutz für Beschäftigte auf dem Bau gefordert. "Das Saison-Kurzarbeitergeld für Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter muss auf Hitzetage im Sommer ausgeweitet werden", forderte Parteichef Jan van Aken im "Tagesspiegel" vom Mittwoch. Seiner Meinung nach solle das "allen hart arbeitenden Menschen zustehen".

Textgröße ändern:

Die Partei hatte kürzlich gefordert, dass bei Außentemperaturen über 26 Grad Celsius die tägliche Arbeitszeit um ein Viertel und bei über 30 Grad um die Hälfte verkürzt werden darf. Sie forderte zudem die Möglichkeit von mehr Pausen.

Der CDU-Arbeitsmarktexperte Marc Biadacz hält ein gesetzlich verordnetes Hitzefrei für alle Beschäftigten für "realitätsfern" - die bestehenden Regelungen seien sinnvoll und praxistauglich. Statt neuer Vorschriften brauche es mehr Flexibilität vor Ort - "und das Vertrauen in Betriebe, Betriebsräte und den gesunden Menschenverstand", sagte er dem "Tagesspiegel".

Die SPD-Sozialpolitikerin Annika Klose sagte der Zeitung indes, es brauche weitere Schutzmaßnahmen für alle, die harte körperliche Arbeit leisteten und keinen ausreichenden Zugang zu Schutz vor Hitze hätten. Die arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben müssten konsequent weiterentwickelt und ihre Umsetzung mit mehr Personal als bisher kontrolliert werden.

Auch die Grünen-Politikerin Lisa Paus sagte dem "Tagesspiegel", mit Maßnahmen wie angepassten Arbeitszeiten, mehr bezahlten Pausen und Sonnenschutz könne durchaus Linderung verschafft werden. Wenn die Fürsorgepflicht jedoch nicht funktioniere, "brauchen die Beschäftigen ein Recht auf Hitzefrei".

Am Mittwoch wird in Deutschland der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle erreicht. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am bislang heißesten Tag des Jahres örtlich bis zu 40 Grad Celsius, verbreitet ist mit 34 bis 38 Grad zu rechnen. Vielerorts gelten amtliche Warnungen vor Hitze oder extremer Hitze.

E.Magrini--PV

Empfohlen

CDU-Generalsekretärin Hoppermann warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linker in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt - und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. "Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen", sagte Hoppermann der "Rheinische Post" vom Montag. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch.

Serbiens Präsident Vucic tritt zurück: Weg frei für Kandidatur als Regierungschef

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic ist zurückgetreten - und widmet sich nun seiner Kandidatur für das Amt des Regierungschef bei der Wahl Ende Oktober. Im Präsidentenpalast in Belgrad unterzeichnete Vucic am Sonntag vor Journalisten seine Rücktrittsurkunde. "Morgen früh werde ich meine Amtsgeschäfte an die Parlamentspräsidentin übergeben", kündigte der konservativ-nationalistische Politiker an. Vor dem Palast versammelte Anhänger skandierten Vucic' Namen.

Senatswahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen Sitze hinzu

Bei Teilwahlen zum französischen Senat hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) einen Erfolg erzielt. Bei den Abstimmungen am Sonntag eroberte sie neun neue Mandate. Zusammen mit seiner Partnerpartei UDR wird der RN künftig 14 Senatoren stellen und damit erstmals eine Fraktion im Oberhaus bilden können.

Hisbollah-Chef Kassem: Israel kann Miliz nicht "brechen"

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah, Naim Kassem, hat in einer Rede vor Anhängern die Widerstandsfähigkeit der Miliz betont. Israel sei nicht in der Lage gewesen, "den Widerstand zu brechen", sagte Kassem am Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung zum zweiten Todestag seines Vorgängers Hassan Nasrallah. "Angesichts der großen Opfer, die wir bis jetzt gebracht haben, können wir nur weitermachen, und wir können nicht besiegt werden", verkündete er.

Textgröße ändern: