Pallade Veneta - Iranischer Präsident wirft Israel versuchten Mordanschlag auf sich vor

Iranischer Präsident wirft Israel versuchten Mordanschlag auf sich vor


Iranischer Präsident wirft Israel versuchten Mordanschlag auf sich vor
Iranischer Präsident wirft Israel versuchten Mordanschlag auf sich vor / Foto: - - Iranian Presidency/AFP/Archiv

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Israel einen versuchten Mordanschlag auf sich vorgeworfen. "Sie haben es versucht, ja", sagte Peseschkian in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit dem US-Moderator Tucker Carlson. Dabei antwortete er auf die Frage, ob er glaube, dass Israel versucht habe, ihn zu töten. "Sie haben entsprechend gehandelt, aber sie sind gescheitert."

Textgröße ändern:

"Es waren nicht die Vereinigten Staaten, die hinter dem Anschlag auf mein Leben standen. Es war Israel", sagte Peseschkian laut einer Übersetzung seiner Äußerungen aus dem Persischen weiter. "Ich war in einer Besprechung, ... sie haben versucht, das Gebiet, in dem wir die Besprechung abgehalten haben, zu bombardieren." Peseschkian machte keine näheren Angaben dazu, wo und wann sich der angebliche Anschlagsversuch ereignet haben soll.

Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und diesen mit dem fortgeschrittenen iranischen Atom- und Raketenprogramm und der Bedrohung für die Existenz des israelischen Staats begründet. Der Iran attackierte Israel danach seinerseits mit Raketen und Drohnen. Am 22. Juni griffen die USA drei iranische Atomanlagen an. Seit dem 24. Juni gilt eine Waffenruhe.

Wegen des Krieges kam eine eigentlich geplante weitere Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington über das iranische Atomprogramm nicht zustande. Peseschkian sagte nun, sein Land habe "kein Problem" mit einer Wiederaufnahme der Atomgespräche. Voraussetzung sei jedoch, dass das Vertrauen zwischen beiden Ländern wiederhergestellt werde.

Peseschkian warf dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vor, seine "eigene Agenda" der "ewigen Kriege" im Nahen Osten zu verfolgen. Er rief die USA auf, sich nicht hineinziehen zu lassen in einen Krieg, der "nicht Amerikas Krieg ist, sondern Netanjahus Krieg".

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela treten in den Hungerstreik

Angehörige von politischen Gefangenen in Venezuela sind in den Hungerstreik getreten, um die Freilassung der Inhaftierten zu erzwingen. Sie starteten ihre Aktion am Samstag vor einem Gefängnis in der Hauptstadt Caracas. Mit dem Hungerstreik wollen sie auch Druck auf das Parlament ausüben, wo sich die geplante Verabschiedung eines Amnestie-Gesetzes für politische Gefangene verzögert hat.

Dänische Regierungschefin Frederiksen: USA wollen Grönland weiterhin besitzen

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sieht Grönland weiterhin durch US-Pläne zur Übernahme der Arktis-Insel bedroht. "Leider denke ich, dass der Wunsch derselbe ist", sagte sie am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) auf die Frage, ob Trump ihrer Meinung nach die Insel immer noch besitzen wolle. Der Druck auf Grönland sei "völlig inakzeptabel", fügte Frederiksen hinzu.

250.000 fordern in München Machtwechsel im Iran - Schah-Sohn will Übergang anführen

Eine Viertelmillion Menschen für den Machtwechsel im Iran: In München haben nach Polizeiangaben rund 250.000 Demonstranten an einer Großkundgebung gegen die Führung der Islamischen Republik teilgenommen. Der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, äußerte vor den Teilnehmern seinen Willen, den "Übergang" im Iran in eine "demokratische Zukunft" anführen zu wollen. Der in außenpolitischen Fragen einflussreiche republikanische US-Senator Lindsey Graham sicherte dem iranischen Volk die Solidarität der USA zu.

Europäische Staaten: Nawalny in russischem Straflager mit Froschgift getötet

Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in einem sibirischen Straflager gibt es nach Angaben von fünf europäischen Staaten Nachweise für eine Vergiftung des 47-Jährigen. Bei Untersuchungen von Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Giftspuren nachgewiesen worden, erklärten am Samstag Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und die Niederlande. Russland habe erneut seine "hässliche Fratze" gezeigt, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).

Textgröße ändern: