Pallade Veneta - Papst erneuert bei Treffen mit Selenskyj Vatikan-Einladung für Friedensgespräche

Papst erneuert bei Treffen mit Selenskyj Vatikan-Einladung für Friedensgespräche


Papst erneuert bei Treffen mit Selenskyj Vatikan-Einladung für Friedensgespräche
Papst erneuert bei Treffen mit Selenskyj Vatikan-Einladung für Friedensgespräche / Foto: Andreas SOLARO - AFP

Papst Leo XIV. hat bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj seine Bereitschaft zur Ausrichtung von Friedensgesprächen zwischen Moskau und Kiew bekräftigt. Der Papst sei willens, Vertreter der Ukraine und Russlands im Vatikan zu empfangen, teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Leo und Selenskyj hätten während des "herzlichen Gesprächs" zudem bekräftigt, dass Dialog "das bevorzugte Mittel zur Beilegung der Kämpfe" sei.

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Leo habe seine Trauer um die Opfer des Krieges und seine Solidarität mit dem ukrainischen Volk ausgedrückt sowie seine Gebete erneuert, erklärte der Vatikan. Er unterstütze "jede Bemühung, die zur Freilassung von Gefangenen führt, und die Suche nach gemeinsamen Lösungen".

Selenskyj sagte bei einer an das Treffen anschließenden Pressekonferenz: "Wir wollen Frieden." Die Ukraine zähle "auf den Vatikan und seine Heiligkeit", um einen Ort für hochrangige Friedensgespräche bereitzustellen.

Der Vatikan als Ort für Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine war nach den Gesprächen zwischen den Kriegsparteien in Istanbul im Mai ins Gespräch gebracht worden. Moskau hatte sich zuletzt jedoch skeptisch gezeigt, künftige Verhandlungen dort zu führen.

Er habe mit dem Papst auch über "die Rückkehr unserer von Russland gestohlenen Kinder" gesprochen, sagte Selenskyj. Er dankte Leo für dessen Bemühungen zur Rückholung der Kinder. Später erklärte der ukrainische Staatschef im Onlinedienst Telegram, dass er den Papst in die Ukraine eingeladen habe.

Die Ukraine wirft den russischen Behörden vor, aus den von Moskau kontrollierten ukrainischen Gebieten tausende Kinder aus Kinderheimen und anderen staatlichen Einrichtungen nach Russland verschleppt zu haben. Russland hatte angeführt, es habe Kinder aus umkämpften Gebieten zu deren Schutz umgesiedelt. Wegen des Vorwurfs der Zwangsverschleppung ukrainischer Kinder hatte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) im März 2023 einen Haftbefehl gegen Kremlchef Wladimir Putin ausgestellt.

Selenskyj und der Papst trafen sich am Mittwoch bereits zum zweiten Mal zu einem persönlichen Gespräch seit Leos Amtsantritt im Mai. Das Treffen in der Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo bei Rom fand im Vorfeld einer Ukraine-Wiederaufbaukonferenz statt, die am Donnerstag und Freitag in der italienischen Hauptstadt stattfindet.

F.Abruzzese--PV

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